Zukunftswerkstatt

Die Zukunftwerkstatt ist eine Methode, die von den Zukunftsforschern [wiki:Robert Jungk] und Norbert R. Müller erfunden worden ist. Sie soll die Fantasie anregen, um auf neue Ideen oder Lösungen von gesellschaftlichen Problemen zu kommen. Eine Zukunftswerkstatt eignet sich besonders gut für Teilnehmer, die wenig Erfahrung mit Prozessen der kreativen Entscheidungsfindung haben wie zum Beispiel Jugendliche. Allerdings bedarf sie einer intensiven Vorbereitung und Betreuung durch meist geschulte Moderatoren.

Ablauf

Die Methode umfasst drei Hauptphasen.

Beschwerdephase und Kritikphase

Hier wird von den Teilnehmern Unmut, Kritik, negative Erfahrungen zum gewählten Thema geäußert. Dies sollte möglichst frei von Zwängen sein. Es biete sich ein [wiki:Brainstorming] auf Kärtchen an, die dann, wie bei der [wiki:Moderationsmethode], nach Themen geordnet werden.

Fantasiephase und Utopiephase

Hier ist die Kreativität jedes einzelnen gefragt. Man soll das Utopische denken. Ein Anfangssatz wäre z.B.: "Es wäre schön, wenn …." [wiki:Killerphrase] wie "Das ist doch unmöglich!" sind dabei unbedingt zu vermeiden. Hier darf und soll fantasiert werden. Es bietet sich wieder ein Brainstorming auf Kärtchen an, die dann, wie bei der Moderationsmethode, nach Themen geordnet werden.

Verwirklichungsphase und Praxisphase

Hier werden die ersten beiden Phasen verknüpft. Es muss abgeschätzt werden, was realisierbar ist. Hier bietet sich eine Gruppenarbeit und die Hinzuziehung qualifizierter Fachleute an.

Wenn dann etwas verwirklicht worden ist, muss nach einem vorher bestimmten Zeitraum wieder eine Zukunftswerkstatt zu diesem Thema durchgeführt werden, in welcher Unmut, Kritik, negative Erfahrungen der Verwirklichung geäußert werden. Das heißt, es ist ein Kreislauf. Wie in einem Regelkreis wird immer wieder kontrolliert, ob der Sollwert mit dem Istwert übereinstimmt.

Literatur

Weblinks




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