Transaktionsanalyse

[wiki:En: Transactional analysis]Die Transaktionsanalyse (TA) bezeichnet eine aus der [wiki:Psychoanalyse] abgeleitete Theorie und ein daraus folgendes [wiki:Psychotherapie], dessen Begründer der amerikanische Psychiater [wiki:Eric Berne] (1910-1970) ist.

Erste Ideen zur TA hat Berne bereits in den fünfziger Jahren entwickelt.Grundlegend sind

Ich-Zustands-Modell

[wiki:Spezial:Upload]
Zur Darstellung der Ich-Zustände hat sich in der TA dieses Modell eingebürgert: Die Ich-Zustände werden durch drei Kreise dargestellt; EL, ER und K sind Abkürzungen. Eric Berne redete auch von "psychischen Organen".

StrukturmodellDie TA geht von der Annahme aus, dass jeder Mensch aus drei verschiedenen Ich-Zuständen heraus reagieren kann, die er bereits in der Kindheit entwickelt: Nach dem [wiki:Strukturmodell] oder Ursprungsmodell lässt sich analysieren, woher der Ich-Zustand stammt und wann er entwickelt wurde. Und zwar

FunktionsmodellDas [wiki:Funktionsmodell] verwendet die gleichen Bezeichnungen für die Ich-Zustände wie das [wiki:Strukturmodell], bezieht sich aber auf das von außen bzw. von innen (aus der eigenen Perspektive) beobachtbare Verhalten. Das Erleben und Verhalten des Menschen wird als Ausdruck wechselnder Ich-Zustände aufgefasst und führt die Beziehungen zwischen den Personen auf die Transaktionen zwischen o.g. Zuständen zurück. Auf der [wiki:Meta (sonstiges)]-Ebene, also der Kommunikationsebene auf der wir uns über unsere Kommunikationsmuster austauschen, hat der in Transaktionsanalyse geschulte Mensch die Möglichkeit, mehr Klarheit über die [wiki:Beziehungsebene] zwischen den Beteiligten in ein Gespräch hinein zu bringen.

Entsprechend diesem Modell kann jemand sich

verhalten.

Ziel der TA

Das Ziel der TA ist ein Akzeptieren der eigenen Person (Ich bin o.k., so wie ich bin, auch mit meinen Defiziten) und eine Veränderung des gewohnten, bislang gelebten eigenen Verhaltens. Die so gewonnene Klarheit gegenüber eigenen Gefühlen und Wertungen hilft dem Klienten / Mitarbeiter Handlungsspielraum gegenüber anderen Menschen zu gewinnen weil er durch den trainierten ([wiki:Intrapersonel]) [wiki:Dialog] in der Lage ist Klarheit auch über die tatsächlichen Erwartungen seines Gegenüber zu erreichen.

Die Wirksamkeit der [wiki:Methode] entwickelt sich in der Dynamik sich begegnender unterschiedlicher Aktionszustände welche von oftmals nicht erwarteten Reaktionen beantwortet werden.

Transaktionen

Um den Fluss der Kommunikation zu betrachten wird in der Transaktionsanalyse jeweils eine Äußerung einer Person A und die direkte Reaktion von Person B als eine Transaktion bezeichnet. Nun kann analysiert werden, aus welchem Ichzustand Person A sich geäußert, und aus welchem Ich-Zustand Person B reagiert hat. Erfolgt die Reaktion aus dem angesprochenen Ich-Zustand, nennt man sie eine [wiki:Parallele Transaktion]. Parallele Transaktionen werden in der Regel parallel fortgesetzt. Erfolgt die Transaktion aus einem unerwarteten Ich-Zustand wird sie [wiki:Überkreuzte Transaktion] genannt. Gekreuzte Transaktionen ziehen häufig bei einem oder bei beiden Gesprächspartnern eine Ich-Zustandswechsel nach sich. Von Verdeckten Transaktionen spricht man, wenn unter einer offenen Botschaft noch eine zweite liegt, die meist nonverbal aus einem anderen Ich-Zustand als dem der offenen Botschaft vermittelt wird. Verdeckte Botschaften münden - wenn sie nicht bewusst gemacht und offen angesprochen werden - häufig in psychologischen Spielen.Das Ziel der Transaktionsanalyse ist eine höhere Bewusstheit für die Kommunikation und damit eine verbesserte Fähigkeit, auch in schwierigen Situationen adäquat agieren und reagieren zu können. Dieses Wissen kann sowohl im persönlichen wie im professionellen Bereich eine wertvolle Hilfe im Umgang mit kritischen Partnern oder aufgebrachten,enttäuschten oder Hilfe suchenden Personen bieten.

Durch diese Analyse ist es auch möglich, die eigenen Kommunikationsmuster mehr von außen zu betrachten und bei Bedarf zu verändern.

Spiele

Mit Spielen werden in der Transaktionsanalyse komplexe Transaktionen beschrieben, die immer wiederkehrende Muster aufweisen und zum Schluss mit unguten Gefühlen ausgehen - im Gegensatz zu dem was üblicherweise unter [wiki:Spiel] verstanden wird. Das [wiki:Dramadreieck] von Stephen Karpman hilft bei der Klärung solch unproduktiver Kommunikationsabläufe.

Verbreitung in Deutschland

Nach einer populären Veröffentlichung von [wiki:Thomas A. Harris] ist die Transaktionsanalyse in Deutschland heute relativ bekannt. Dieser Mitarbeiter von Eric Berne hat sein Buch, wie er selber sagt, populärwissenschaftlich verkürzt mit "Ich bin o.k.- Du bist o.k." betitelt und war sich im Klaren über die provokative Botschaft einer solchen Reduzierung. Dieser Titel, der der Tiefe des Verfahrens bei weitem nicht gerecht wurde, verhalf der TA jedoch in Deutschland zu relativer Bekanntheit über den Bereich der therapeutischen Fachkreise hinaus.

Die [wiki:Deutsche Gesellschaft für Transaktionsanalyse] (DGTA) ist der Berufsverband von 1.500 TransaktionsanalytikerInnen, die in den Feldern

tätig sind.

TA-Einfluss auf andere Methoden

Die [wiki:Neurolinguistische Programmierung] (NLP) sowie die [wiki:Themenzentrierte Interaktion] (TZI) haben das Hauptaxiom der gegenseitigen Akzeptanz als Grundlage hilfreicher Kommunikationsarbeit aus der TA übernommen.

Weblinks




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