Teamfähigkeit

Als Teamfähigkeit wird die Handlungskompetenz innerhalb der Personalwirtschaft und im Sport bezeichnet, sich einer Gruppe anderer Menschen anzuschließen. Sie wird im Bezug auf die Soziale Kompetenz eines Mitarbeiters bzw. Spielers ausgedrückt. Eine formelhafte soziologische oder personalwirtschaftliche Definition des Begriffes existiert nicht, dennoch zählt das Kriterium der Teamfähigkeit häufig zu den wesentlichen Entscheidungskriterien bei Stellenbesetzungen in Unternehmen.



Unter Teamfähigkeit versteht man die Fähigkeit mit anderen zusammen sozial zu agieren. Dies erfordert sowohl personale als auch interpersonale Fertigkeiten. Ein Team lässt sich beschreiben als:

Mehrere Personen bearbeiten über eine gewisse Zeit, nach gewissen Regeln und Normen, eine aus mehreren Teilaufgaben bestehende Arbeitsaufgabe, um gemeinsame Ziele zu erreichen; sie arbeiten dabei unmittelbar zusammen und fühlen sich als Gruppe. Damit dies ermöglicht wird, ist die Fähigkeit, im Team zu arbeiten von größter Wichtigkeit.

Teamfähigkeit ist eine von vielen Qualifikationen, die wir als Sozialkompetenz bezeichnen, denn Sozialkompetenz bezieht sich auf den Umgang mit anderen und kann gefasst werden als Kooperationsfähigkeit, Kommunikationsfähigkeit, mitmenschliche Sensibilität, Rücksichtnahme, Teamfähigkeit, Konfliktfähigkeit und empathische Fähigkeit.

In der modernen Berufswelt wird erwartet, dass man nicht nur Fachkompetenz, sondern auch sogenannte Soft Skills (weiche Faktoren) mitbringt. Das Kriterium der Teamfähigkeit zählt häufig zu den wesentlichen Entscheidungskriterien bei Stellenbesetzungen im Unternehmen.

Gerade im Mannschaftssport, wie z.B. Fußball oder Volleyball, werden soziale Kompetenzen erwartet, um ein harmonisches Miteinander im Team zu garantieren. In einer Mannschaft herrscht oft das Wir-Gefühl, was verbinden soll.

Der Schulalltag ist ebenfalls vom Begriff der Teamfähigkeit geprägt, denn weder Schülern, Lehrern noch uns anderen in der Gesellschaft ist damit gedient, daß die Schule eine Art Ghetto wird, daß seine eigene Subkultur entwickelt. Dann ist die Ausbildung, die die Kinder erhalten, nicht mehr organischer Teil der Gesellschaft, in der sie leben werden.Deshalb ist es wichtig, Fähigkeiten wie Teamfähigkeit schon in der Schule durch Teamarbeit zu vermitteln, denn erst in der Zusammenarbeit an einer gemeinsamen Sache entwickeln sich soziale Beziehungen. Lernen kann man somit als einen sozialen Prozess verstehen, der durch kollaboratives Lernen zustande kommt. Diese Entwicklung wird zusätzlich durch Teamarbeit gefördert, denn Teamarbeit beinhaltet Werte wie z.B. gut zuzuhören, auf die Gesichtspunkte einzugehen, das Recht zu Kritik einzuräumen, die Interessen und Erfolge anderer anzuerkennen usw.

Bereits Maria Montessori, eine bekannte Reformpädagogin, hat in einem Vortrag über Kinder gesagt, dass das soziale Gefühl, sowie das gegenseitige Verhältnis zwischen Mensch und Mensch sich durch die Übung entwickelt. Das heißt, Personale Tugenden wie Selbstentfaltung, Ich-Kompetenz, Belastbarkeit, Rücksichtnahme, Durchsetzungsvermögen, Friedensbereitschaft und Gerechtigkeit lernt, trainiert und wendet der Schüler in der Arbeit im Team an. In der Schule wird oft in Gruppen gearbeitet, was als soziale Form dazugehört. Vor allem im Schulsport wird das gemeinschaftliche Spielen geübt und gefördert. Unter Gruppen- und Partnerunterricht wird ein Unterricht verstanden, bei den Kleingruppen bzw. Partnern Aufgaben zu selbstständiger Erledigung zugewiesen werden.

Zur Teamfähigkeit gehört aber auch Reflexionen über Normen, Ideale, Ideen, Gesetze, Regeln, Verbote, Gebote, Prinzipien, Erwartungen, Empfindungen [, d.h.] über psychologische, pädagogische, politische Probleme wird also gesprochen. Durch diesen Feedback steigert sich die individuelle Kompetenz und verbessert die weitere gemeinsame Zusammenarbeit.

In den skandinavischen Ländern besteht ab dem 2. Lebensjahr ein flächendeckendes Bildungssystem, wobei die sozialen Kompetenzen schon früh im Vordergrund stehen. Seit den schlechten Ergebnissen der PISA-Studien wird die steht die frühkindliche Bildung in Deutschland wieder vermehrt im Mittelpunkt. Man möchte weg vom gegenwärtigen Konzept einer Erziehungseinrichtung hin zu einer frühen Bildungsstätte. Die Kleinkinder sollen somit auf die Schule vorbereitet werden und ebenfalls einen erfolgreichen Start für einen lebenslangen Lernprozess erhalten, wozu eben auch soziale Kompetenzen wie Teamfähigkeit gehören.

Im Englischen könnte man TEAM mit Together Everyone Achieves More ausdrücken, was soviel bedeuten soll, wie zusammen erreicht man mehr und fördert dazu den Teamgeist.

Teamfähigkeit ist sozusagen das Vermögen, sich und sein Können im Sinne einer Gruppenaufgabe optimal einzubringen und davon profitiert nicht nur jeder Einzelne oder die Gruppe allein, sondern die ganze Gesellschaft.

Weblinks

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Anpassungsfähigkeit

Eine weit verbreitete Definition des Begriffes subsummiert unter dem Attribut vor allem die Fähigkeit eines Menschen sich unterzuordnen, anzupassen und auf die Bedingungen einer [wiki:Hierarchie] einzustellen. Selten werden Führungskompetenzen oder Selbstbewusstsein als originäre Elemente der Teamfähigkeit verstanden. Dies wird vor allem durch volkswirtschaftliche Erkenntnisse gestützt, die einen extremen Überhang an Arbeitskräften beschreiben und eine sehr geringe Anzahl an offenen Stellen ausweisen. In diesem sog. Käufermarkt suggeriert eine hohe Arbeitslosigkeit einen minimalen Spielraum für Arbeitnehmer, eigene Vorstellungen und Ideen in die Arbeitsumgebung einzubringen. Für Führungskräfte wird hingegen umgangssprachlich bzw. in vielen [wiki:KMU]-Unternehmen keine besondere Anpassungsfähigkeit erwartet.

Es ist zu berücksichtigen, dass die individuelle [wiki:Psychologie] Ausprägung der emotionalen Intelligenz im Grunde für jeden Menschen eine bestimmte Eignung zur Mitarbeit in einem Team zuweist und die eigentliche Frage darin besteht, an welcher Stelle bzw. in welcher Funktion eine Eignung für die Mitarbeit in einer Gruppe konkret vorliegt und nicht, ob der Mensch in einer bestimmten Teamfunktion optimal wirken kann.

Die tatsächliche Relevanz des Begriffes für Mitarbeiter und Führungskräfte wird in modernen Arbeitsumgebungen, bei Gruppenfertigung, der Mitwirkung in einem Buying-center oder Selling-center bzw. in der Projektarbeit deutlich. Da beinahe jeder Mensch zur sozialen Interaktion fähig ist und seine persönlichen Kompetenzen in ein Team einbringen kann, bemisst sich die konkrete Teamfähigkeit weniger an der als allgemein relevant betrachteten Anpassungsfähigkeit in Konfliktsituationen, sondern eher daran, wie gut sich der Einzelne über seine Stärken und Schwächen in arbeitsteiligen Situationen bewusst ist und diese von sich aus [wiki:Kommunikation].

Elemente

Persönliche [wiki:Schlüsselqualifikation] in arbeitsteiligen Organisationseinheiten sind:

Im Bereich der [wiki:Führung]:

Teamdesign / Teambuilding

Die Feststellung der Teamfähigkeit im [wiki:Betriebswirtschaft] Umfeld ist eine Funktion der [wiki:Eignungsdiagnostik] bzw. der Testspiele im Sport. Zur optimalen Kombination von benötigten Ressourcen hat sich im Bereich der Personalwirtschaft das DISG-Modell etabliert, mit dessen Fragekatalog das persönliche Rollenverhalten und das natürliche Verhalten von Mitarbeitern eruiert wird. Die, nach personalwirtschaftlichen Kriterien oder sportlichen Voraussetzungen getroffenen Entscheidungen können damit zur optimalen Zusammenstellung eines Teams verwendet werden. Dieses sog. Teamdesign bzw. Teambuilding stellt also nicht die Anpassungsfähigkeit des Einzelnen in den Mittelpunkt, sondern fügt dominante, initiative, stetige und gewissenhafte [wiki:Ressource] zu einer optimal funktionierenden operativen Einheit (Team) zusammen.

Wesentliche Bestandteile des Entwicklungsprozesses zur Teamfähigkeit sind hierbei im Sport z.B. Übungen und Wettkämpfe, in denen die Teams in Konkurrenz zueinander treten, als Teams kooperieren und sich dennoch als Teil eines größeren Teams bzw. als Teile einer Mannschaft verstehen. Der im Prinzip unlösbare Widerspruch zwischen Kooperation und Konkurrenz ist damit nicht aufgehoben. Die Anforderungen an die Kooperationsfähigkeit (Bestehen im Miteinander) und die Notwendigkeit von Konkurrenzfähigkeit (Bestehen im Gegeneinander) verhindert hierbei, dass es zu einer entwicklungshemmenden persönlichen Stagnation bzw. ruinösen Rivalitätshaltung innerhalb der Mannschaft kommt.

Literatur




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