Teambildung

Als Teambildung werden innerhalb der [wiki:Personalwirtschaft] und des Sport die Phasen und Strukturen der Zusammensetzung von kleinen Gruppen bezeichnet, die unmittelbar miteinander in Kontakt treten um in arbeitsteiliger Verantwortung ein [wiki:Ziel] zu erreichen. Bei der Teambildung konzentriert man sich auf eine klar definierte [wiki:Ziel]. Der [wiki:Team] ist aus dem heutigen Sprachgebrauch kaum wegzudenken.

Begriffliche Abgrenzung

Oft wird der Begriff durch andere Synonyme ersetzt wie z.B. Kollegium, Komitee, Gremium ersetzt oder mit Gruppenarbeit gleichgesetzt. Ein [wiki:Team] ist zwar auch eine Gruppe, aber nicht jede Gruppe ist ein Team. (Lit.: Kasper/Mayrhofer: Personalarbeit, Führung, Organisation). Teams können von Gruppen anhand folgender Kriterien unterschieden werden:

Allgemeine Anforderungen

Teams sollten vor allem bei zunehmender Aufgabenkomplexität gebildet werden, da Informationsverarbeitung, Steuerung und Verantwortung nicht mehr problemlos von Einzelpersonen gehandhabt werden können. Hierbei ist es wichtig darauf zu achten, dass die Teammitglieder möglichst unterschiedliche Qualifikationen besitzen, um sich gegenseitig optimal zu ergänzen. Einerseits kann die Teambildung als ein Lebenszyklus gesehen werden, der der Verantwortung jedes einzelnen Mitgliedes unterliegt. Die Bildung ist ein immer wiederkehrender Prozess indem eine klare und einzigartige Identität entwickelt wird.

Andererseits trägt eine vorgesetzte Stelle auch immer die qualitative Verantwortung für die optimale Zusammenstellung der benötigten Ressourcen in einem Team. So müssen die einzelnen Wünsche und Ambitionen der Teammitglieder berücksichtigt werden, um dadurch den Beitrag jedes einzelnen erkennen zu können. Teambildung ist somit keine kurzfristige Angelegenheit und bezieht sich auch nicht nur auf einzelne Teammitglieder.

Eine weitere Ursache für Teambildung findet sich in den Demokratisierungstendenzen und im gesellschaftlichen Wertewandel von Organisationen. Diese führten zu einer Legitimationskrise hierarchisch-direktiver Strukturen und begünstigten den Aufbau partizipativer Organisationsformen. (Lit.: Handwörterbuch der Organisation)

Teambildung

Phasenmodell

Die Teambildung kann als Entwicklungsprozess angesehen werden, dessen Ablauf sich in vier Phasen gliedern lässt:

  1. Orientierungsphase (forming)
  2. Konfrontationsphase (storming)
  3. Kooperationsphase (norming)
  4. Wachstumsphase (performing)

Zu beachten ist, dass die einzelnen Phasen auch wiederholt durchgemacht werden können, wenn ein neues Teammitglied in ein bestehendes Team eintritt oder sich eine Änderung der Aufgabestellung ergibt. (siehe:[url:http://www.jubla.ch/service/team/teambildung.htm|jubla]und [url:http://www.voegb.at/bildungsangebote/skripten/sk/SK-02.pdf|Soziale Kompetenz])

Durch die Teilnahme an einem Team haben die Teammitglieder das Gefühl etwas Größeres zu leisten und dazu zu gehören. Durch dieses Gefühl steigern sich das Selbstwertgefühl und die [wiki:Motivation] der Mitglieder, was sich wiederum positiv auf die Arbeit auswirkt.

Von einem gut funktionierenden Team kann erst dann gesprochen werden, wenn die Gemeinschaftsleistung die Summe der Einzelleistungen übersteigt.(siehe:[url:http://humanresources.about.com/od/involvmentteams|Human Resources])

Auch die Zusammensetzung eines Teams bezüglich der Frage der Homogenität bzw. Heterogenität, beeinflusst die Teambildung. Homogene Teams haben zwar tendenziell geringere Koordinationskonflikte, verfügen jedoch nur über eine geringere [wiki:Ressource]. Heterogene Teams weisen zwar [wiki:Leistung] auf, sind jedoch etwas instabil. Der erhöhte Koordinationsaufwand zur Nutzung der Ressourcenvielfalt und die übersteigerte Integration im Sinne des Groupthink-Phänomens, bei dem ein Team voreilig und selektiv, d.h. unter Vernachlässigung wesentlicher Informationen, Konsens erzielt, ist für die Leistung des Teams hinderlich. (Lit.: Handwörterbuch der Organisation)

Um Teams effizient und schnell zu bilden, werden Mitarbeiter auf Team Training Veranstaltungen geschult.

Teamdesign / Strukturmodell

Neben dem Phasenmodell der Teambildung findet innerhalb der [wiki:Personalwirtschaft] auch die [wiki:Ressource] Zusammenstellung von Teams aufgrund der zu erledigenden Aufgaben und vorhandener bzw. zuzukaufender Kompetenzen Anwendung. Ausgehend von der Tatsache, dass ein idealtypisches Arbeitsteam alle zur bedarfsgerechten Erledigung einer Arbeit erforderlichen Kompetenzen in sich vereinigen sollte, kann aufgrund geeigneter [wiki:Eignungsdiagnostik] Maßnahmen festgestellt werden, welche Ressourcen fehlen bzw. zu stark vertreten sind. Bekannt ist das Beispiel eines Teams, in dem es mehr als einen informellen Führer gibt sowie einen formellen Führer, der nicht personengleich ist mit dem informellen Führer. Fehlt gleichzeitig eine stetige bzw. gewissenhafte oder vermittelnde Instanz, werden überzufällig oft Konflikte ausgelöst, die das Arbeitsergebnis nachteilig beeinflussen.

Ein bekanntes Strukturmodell zur bewussten Zusammenstellung von Teams im Arbeitsprozess ist das DISG-Modell, welches jedem Mitarbeiter eindeutig zuordnungsfähige Ressourcen innerhalb eines geschlossenen Modelles zuweist. Die Erkenntnis dieser Zusammenhänge führt sowohl bei den Teammitgliedern, als auch bei den Personalverantwortlichen zu einer Steigerung der Qualität im Bereich der [wiki:Personalführung] und [wiki:Personaleinsatzplanung].

Siehe auch

Literatur

Weblinks

Weiterführende Literatur




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