Supervisor und Supervisand interagieren in Sitzungen. An ihre Rollen bestehen die Muss-, Soll- und Kann-Erwartungen:
An die Rolle des Supervisors:
An die Rolle des Supervisanden:
An die Rolle des Auftraggebers:
Aktoren können Einzelpersonen oder soziale Systeme sein. Die Rollen „Auftraggeber“ und „Supervisand“ können in Personalunion gespielt werden. Der Supervisor kann in der hierarchischen Linie dem Supervisanden nicht vorgesetzt sein.
Die zu reflektierende Praxis umfasst problematische Szenen, die der Supervisand im Beruf, in der Freiwilligenarbeit oder in Bildungssituationen erlebt hat oder auf die er sich vorbereiten will. Die Reflexion fokussiert die Szenen auf das Verhalten und Innenleben der Beteiligten und Betroffenen; auf ihr Miteinander; auf ihre Aufgaben und Vorhaben und/oder auf das Verhältnis des supervidierten Systems zu über, neben- oder untergeordneten Systemen. Auf der Basis der Reflexion kann der Supervisand Lernziele formulieren, die inner- oder außerhalb der Supervision verfolgt werden können." Quelle: [wiki:Benutzer:Dkeel], Qualität von Supervision, 2003)
Supervision kann als Beratungsformat verstanden werden, in welchem mit unterschiedlichen Ansätzen wie [wiki:Themenzentrierte Interaktion], [wiki:Gestalttherapie], [wiki:Psychoanalyse], [wiki:Gruppendynamik], [wiki:NLP] und so weiter gearbeitet wird.
Traditionell unterscheidet die Fachliteratur am Kriterium [wiki:Supervisand]: [wiki:Einzelsupervision], [wiki:Gruppensupervision], [wiki:Teamsupervision] und [wiki:Ausbildungssupervision]. Die [wiki:Einzelsupervision] stellt eine Dyade zwischen [wiki:Supervisor] und [wiki:Supervisand] dar. In einer [wiki:Gruppensupervision] nehmen Supervisanden teil, die nicht in einem Arbeitszusammenhang zueinander stehen, welchen sich aber ähnliche Probleme stellen, etwa eine Gruppe von Chefärzten verschiedener Kliniken. Die [wiki:Teamsupervision] wird demgegenüber von Supervisanden besucht, die miteinander im Alltag zusammenarbeiten, etwa dem Personal einer Station - von der Chefärztin bis zum Hilfspfleger. Damit verändern sich die Themen: In der [wiki:Einzelsupervision] und der [wiki:Gruppensupervision] erhält jeder Teilnehmende Raum, sein eigenes Verhalten zu reflektieren. In der [wiki:Teamsupervision] geht's ums Miteinander, um die Zusammenarbeit, um Konflikte, Störungen und Klärungen.[wiki:Ausbildungssupervision] ist ein Zwitter: In ihr reflektieren Ausbildungskandidaten ihre individuellen Praxissituationen und die Zusammenarbeit in der Ausbildungsgruppe.
Gliedert man Supervision am Kriterium [wiki:Supervisor], unterscheidet man die Supervision von der [wiki:Intervision]. Diese stellte eine Art [wiki:Gruppensupervision] ohne Supervisor dar, das heißt: Die Supervisanden supervidieren einander gegenseitig. Die Teilnahme an Intervisionsgruppen ist zum Beispiel eine [wiki:Qualitätssicherung]-Maßnahme, die von den meisten Supervisions-Berufsverbänden vorgeschrieben wird.
Häufig ist auch die Gliederung der Supervision am Kriterium [wiki:Inhalt]. Dann werden etwa [wiki:Lehrsupervision], [wiki:Praxisberatung], [wiki:Coaching], [wiki:Organisationsentwicklung], [wiki:Mediation] voneinander unterschieden. Manche Autoren sehen all diese Disziplinen als Teilgebiete der Supervision, andere wollen sie scharf davon getrennt wissen. Selbst die Berufsverbände in den verschiedenen Ländern haben in der Frage unterschiedliche Präferenzen.
[wiki:Vorlage:Gesundheitshinweis]
