Eine Stempeluhr druckt automatisch die Uhrzeit auf eine Karte aus Karton. Dabei bewegt sich der Drucker, so dass an jedem Tag des Monats eine andere Zeile der Karte bedruckt wird. Mit dem Stempeln beim Kommen beginnt die [wiki:Arbeitszeit] und mit dem Stempeln beim Gehen endet sie. Meist befindet sich die Stempeluhr im Eingangsbereich der Arbeitsstelle. Sie wird in der Industrie wie im Dienstleistungssektor gleichermaßen eingesetzt.
Erfunden wurde die Stempeluhr in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zur Zeit der Industrialisierung. Inzwischen rechnen Stempeluhren selbstständig und drucken die Zeitsummen direkt auf der Stempelkarte aus. Bei moderne Varianten geschieht die [wiki:Zeiterfassung] jedoch in der Regel elektronisch an einem Kiosksystem durch Tastendruck oder durch Chipkarten. Dadurch kann die Zeitmessung um eine Zugangskontrolle zu sicherheitsrelevanten Bereichen erweitert werden.
Im Dezember 1998 meldete die Stuttgarter Zeitung, dass bei IBM die Stempeluhren abgeschafft wurden. Vorhanden sind diese aber noch in Großunternehmen z.B. bei der Alcatel SEL AG, Stuttgart. Betriebsratsbeschlüsse und Unternehmensstrukturen können jedoch eine wesentlich effizientere Abwicklung der Arbeitszeitabrechnung behindern.
