Ab mitte der 1990er hat sich durch die Geschichte des Internets|Ausbreitung des Internets eine zunehmende Verlagerung in den Online-Bereich stattgefunden, da die Prozesse zur Stellenbesetzung dadurch teilweise automatisiert und beschleunigt werden können.Ein weiterer Grund sind die geringeren Kosten gegenüber den Print-Stellenanzeigen. In einschlägigen moderierten Usenet-Newsgroups erfolgt die Abfertigung von Stellenangeboten und -gesuchen sogar ehrenamtlich, also kostenlos. Mittlerweile werden jedoch verstärkt auch Kombinationsangebote von Print- und Onlinestellenangeboten angeboten.
Die entscheidenden Qualitätsmerkmale von Stellenbörsen sind unter anderem die Aktualität, der Angebotsumfang sowie die Benutzerfreundlichkeit. Zudem teilt sich der Markt in allgemeine Angebote, die den gesamten Arbeitsmarkt abdecken, und spezialisierte Angebote, die sich auf eine bestimmte Branche oder gar ein bestimmtes Berufsbild spezialisiert haben.
Ein Qualitätsmerkmal von Online-Stellenbörsen und Vorteil gegenüber Printmedien kann in der Möglichkeit bestehen, die Suche auf eine individuelle maßgeschneiderte Weise mit einem entsprechenden Programm zu automatisieren und dabei abweichend von üblichen Datenbankfunktionen die Stichwörter mit einem Gewichtungsfaktor (Punktezahl) zu versehen, um die gefundenen Inserate nach ihrer Relevanz (Summe der Punktezahlen aller gefundenen Stichwörter) sortieren zu können.
Einige Online-Anbieter informieren nach Eingabe des eigenen Profils per E-Mail über mögliche Stellenangebote, während andere sich eher auf die Karriereplanung spezialisieren.
Andere Anbieter setzten Webcrawler ein, welche aber im Gegensatz zu normalen Suchmaschinen nicht alle Seiten spidern und Datenbankindex|indizieren, sondern nur Stellenausschreibungen direkt auf den Websites der anbietenden Firmen. Der Vorteil ist, dass der Kontakt zwischen dem Bewerber und dem Ausschreibenden auf einen möglichst kurzen administrativen Aufwand verkürzt wird; der Nachteil ist, dass die semantischen Zusammenhänge durch spidern einer reinen html-Datei nicht dargestellt werden (z.B. Das "Robert-Koch-Institut" sucht selten nach einem "Koch"). Hier sind andere speziellere Formate, wie z.B. [wiki:HR-XML] in der Entwicklung.
Der Markt für Stellenanzeigen ist aufgegliedert in ca. 10 größere Portale, welche auch mit erheblichen Werbemassnahmen wie monster.de und Alleinstellungsmerkmale im Bereich der Karriereberatung versuchen eine kritische Masse aus Angeboten und Besuchen zu erreichen.
Finanziert werden die meisten Portale über Anzeigepreise, Exklusivzugänge für Bewerber, teilweise aber auch über Internetwerbung.
