Personal Digital Assistant

Die Abkürzung PDA steht für Personal Digital Assistant (englisch für persönlicher digitaler Assistent).

Definition

Ein PDA ist ein tragbarer Rechner im Notizblockformat.PDAs bieten meist eine Anzeige, die den Großteil der Oberfläche des Geräts einnimmt, sowie im Regelfall zusätzliche Bedienelemente (Knöpfe, Schieber, Drehräder) zur schnellen Nutzung ausgewählter Funktionen. Bei den meisten PDA werden die Eingaben mittels eines Stift-ähnlichen Stabes direkt auf der druckempfindlichen Anzeige gemacht. Dazu haben die meisten PDA eine Software zur Handschriftenerkennung eingebaut. Bei einigen PDA ist offen oder unter einer Klappe oder Schieber eine kleine Tastatur eingebaut.

WDA

WDA steht für "Wireless Digital Assistent". Dies ist ein PDA mit einem [wiki:Wireless LAN]-Anschluss.

Geschichte

Die ersten, noch relativ großen PDA wurden in den 1990er Jahren unter der Bezeichnung [wiki:Newton (PDA)] von der US-amerikanischen Firma Apple hergestellt.

Mitte der 1990er Jahre kam die Firma [wiki:US Robotics] (zwischenzeitlich [wiki:3Com], dann Palm Inc., jetzt [wiki:PalmOne]) mit kleinen und sehr erfolgreichen Geräten unter den Namen Pilot (später Palm) heraus.

Ebenfalls in den 90er Jahren wurden von der britischen Firma [wiki:Psion] eine Reihe von recht leistungsfähigen PDAs mit Tastatur entwickelt. Das erste Modell Organizer I entstand bereits 1984. Mit dem Organizer II und dem Microcomputer Serie 3 gelang dann der Durchbruch.

Die Psion-Modelle erfreuen sich jedoch auch nach dem Ausstieg Psions im Jahr 1999 aus dem Endkundenmarkt wegen des ausgereiften, logischen Betriebssystems weiterhin ungebrochener Beliebtheit. Die Industriemodelle netBook und netpad sowie Workabout werden von Psion-Teklogix weiterhin angeboten.

Verwendungszweck

Die wichtigsten Anwendungen auf einem PDA sind unter dem Begriff [wiki:PIM]-Software (Personal Information Management) zusammengefasst und werden zumeist standardmässig mit dem PDA ausgeliefert. Hierunter fallen beispielsweise Adressbuch, Terminplaner, Kalender, Notizblock, Aufgabenplaner, [wiki:E-Mail] und Projektmanagement. In den meisten aktuellen Geräten sind weitere Anwendungen wie beispielsweise Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Taschenrechner und Spiele integriert. Software für unterschiedlichste und auch sehr spezielle Situationen ist beispielsweise aus dem Internet nachladbar und per Kabel ([wiki:USB] oder seriell) oder kabellos per Infrarot- beziehungsweise [wiki:Bluetooth] in den PDA überspielbar. Einige PDAs ermöglichen sogar das Abspielen von Musik ([wiki:MP3]).

Eine weitere Anwendung ist die [url:http://www.wikipedia.org/wiki/F%C3%BCr_PDAs|Wikipedia] selbst, die es für den Palm und andere PDAs gibt und eine bequeme Recherche in einem Schnappschuss der Wikipedia ermöglicht.

Mit steigender Leistungsfähigkeit der Geräte kommen auch völlig neue Verwendungszwecke hinzu. So lassen sich PDAs auch zur mobilen Datenerfassung nutzen oder können in bestimmten Szenarien übliche mobile Standardcomputer ersetzen. Durch die Kombination von [wiki:Bluetooth] und [wiki:Wireless LAN] (WiFi) mit einem Voice over IP ([wiki:VoIP]) Receiver besteht in naher Zukunft die Möglichkeit, einen PDA auch als [wiki:IP-Telefon] zu verwenden. Ebenfalls werden seit einiger Zeit PDA´s als Navigationssysteme eingesetzt. Mit Hilfe von externen GPS-Empfängern, die meistens über die USB-Schnittstelle, manchmal auch via Bluetooth, angeschlossen werden, kann der PDA seine Position exakt bestimmen und mit entsprechender Software, auch zur Routenplanung eingesetzt werden. Der Benutzer spart die Kosten für den immer noch recht teuren festeingebauten Navirechner im Fahrzeug. Zusätzlich ist das Navigationssystem nicht mehr fest an ein Fahrzeug gebunden und kann neben der Verwendung in mehreren Fahrzeugen, auch beim Radfahren oder Wandern benutzt werden. Mittlerweile existieren bereits PDA´s mit integriertem GPS-Empfänger.

Ein großer Vorteil aktueller PDAs ist, dass man sie problemlos mit dem PC abgleichen kann. Diesen Abgleich nennt man [wiki:HotSync] beziehungsweise [wiki:ActiveSync]. Dabei können beispielsweise [wiki:E-Mail] und Adressen (beispielsweise aus Outlook, Notes etc) in den PDA übertragen werden und auch alle anderen Datenbanken auf dem PC gesichert werden. Außerdem kann man vorher festgelegte Webseiten aus dem Internet beim Synchronisieren auf den PDA übertragen und dann unabhängig vom Netzwerkanschluss lesen (sog. [wiki:Webclipping], beispielsweise mit [wiki:Plucker] oder [wiki:AvantGo]).

Typische Anschluss- beziehungsweise Erweiterungsmöglichkeiten eines PDAs

Dank einer Vielzahl an Anschluss- und Erweiterungsmöglichkeiten sind PDAs zu universellen Wegbegleitern in den unterschiedlichsten Situationen geworden:

Neben dem klassischen Bereich der Termin- und Adressverwaltung ist das Verfassen von Texten, die Verwendung als eBook-Reader, Nachschlagewerk, MP3-Player oder Navigationssystem ebenso möglich wie das Surfen im Internet oder die Aufnahme und Darstellung von Digitalfotos und nicht zu letzt das Spielen von immer aufwändigeren Computerspielen.

Die Vorteile durch das Zusammenführen mehrerer Geräte sind im Allgemeinen:

So ist es beispielsweise mit einem [wiki:SmartPhone] ([wiki:Mobiltelefon] und PDA in einem) nicht mehr notwendig, zwischen drei Datenspeichern (PDA, Mobiltelefon und PC) einen Abgleich beispielsweise bei einer Telefonnummern-Änderung durchzuführen, sondern nur noch zwischen zwei Geräten.

Die Nachteile sind wie bei allen Multifunktionsgeräten:

Außerdem besteht wie bei allen mobilen Geräten das Dilemma: für den Transport soll es klein und leicht sein, zum Arbeiten hätte man aber gern einen großen Bildschirm und eine bequeme Tastatur.

Literaturfreunde werden sich angesichts der Speicherkarten darüber freuen, dass man [wiki:Krieg und Frieden] bequem in die Westentasche stecken und mit Hintergrundbeleuchtung auch bei wenig vorteilhaften Lichtverhältnissen im Bus, Schlafwagen oder Bett lesen kann. Ein hochauflösendes, kontrastreiches Farbdisplay ist hierfür Voraussetzung.

Erweiterungsmöglichkeiten beziehungsweise Hybridgeräte:

Anschlüsse:

[wiki:Liste der Betriebssysteme]

Mittlerweile gibt es eine Reihe von unterschiedlichen Betriebssystemen, die in PDAs eingesetzt werden.

Grundlage für die oftmals unter dem Stichwort [wiki:Palm] angebotenen Geräte ist das von der mittlerweile eigenständigen Firma [wiki:Palmsource] entwickelte [wiki:PalmOS].

Das [wiki:EPOC]-Betriebssystem bildet die Basis für [wiki:Symbian OS], welches in [wiki:SmartPhones] wie Nokia 9210/9290, 3650, 7650 und Sony Ericsson P800/P900 zum Einsatz kommt.

Ein weiteres Betriebssystem für PDA ist [wiki:Linux].Inzwischen gibt es verschiedene Distributionen, eine speziell an PDA angepasste Variante ist [wiki:OPIE], das im Moment für Sharp Zaurus, Siemens Simpad und HP iPAQ in mehreren Sprachen kostenlos zur Verfügung steht.

Weitere PDA-Typen werden unter der Bezeichnung [wiki:Pocket PC] vertrieben und laufen unter eine speziellen Windows-Version, dem [wiki:Windows CE].

Weblinks

[wiki:Da:Håndholdt computer][wiki:En:Personal digital assistant][wiki:Es:PDA (ordenador)][wiki:Fr:Assistant personnel][wiki:Ja:携帯情報端末][wiki:Lt:Delninis kompiuteris][wiki:Nl:Personal Digital Assistant][wiki:Pt:PDA][wiki:Ru:Карманный персональный компьютер][wiki:Sv:Handdator][wiki:Zh-cn:PDA]




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