Nikolaus-Effekt

Als Nikolaus-Effekt werden zwei ähnliche Phänomene bezeichnet:

[wiki:Psychologie]

[wiki:Erwartungskonformität] Verhalten: Sowohl umgangssprachlich wie auch gelegentlich in der [wiki:Psychologie] Fachliteratur wird mit dem Nikolaus-Effekt ein betont erwartungskonformes Verhalten bezeichnet. Damit ist solches Verhalten gemeint, das sich nach den sozialen Erwartungen der jeweiligen Situation ausrichtet und nicht nach authentischen persönlichen Motiven. Die Herkunft der Redeweise Nikolaus-Effekt beruht auf der Erkenntnis, "dass vor dem Fest alle Kinder brav sind".

[wiki:Personalwesen]

Beurteilung der Leistungsentwicklung statt der Leistung: Statt der beabsichtigten [wiki:Leistungsbeurteilung] (Aufsummierung der Gesamtleistung über den gesamten [wiki:Beurteilungszeitraum]) findet unbeabsichtigt eine Beurteilung der [wiki:Leistungsentwicklung] (des [wiki:Leistungspotential]) statt.
Mit anderen Worten: Eine Steigerung der Leistung kurz vor dem Beurteilungstermin führt bei Vorliegen des Nikolaus-Effektes zu einer besseren Beurteilung als eine konstante Leistung, welche in Summe höher einzustufen wäre. Die Bezeichnung als Nikolaus-Effekt beruht in diesem Fall darauf, "dass den Sünden kurz vor dem Fest" ein höherer Stellenwert zugemessen wird als den Fehlleistungen, die bereits länger zurückliegen, selbst wenn diese schwerwiegender sind.

Der Beurteilende bezieht sich besonders auf Ereignisse, die erst kürzlich stattgefunden haben. "Dauernd macht er Fehler, erst gestern hab ich eine unvollständige Arbeit gelesen." (Auch wenn Monate lang alles in Ordnung war.)

Der Nikolaus-Effekt steht im Personalwesen neben weiteren Beurteilungsverzerrungen, wie dem [wiki:Halo-Effekt],dem [wiki:Nähe-Effekt], dem [wiki:Benjamin-Effekt], [wiki:Stimmungseinflüssen] und dem [wiki:Kontrasteffekt].

Weblinks



Nikolaus-Effekt
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