Mikromanager

Ein Mikromanager (von griech. "mikro" = "klein" und engl. "Manager" = "Führungskraft") ist ein Manager, der die Arbeit seiner Mitarbieter sehr stark und kleinschrittig kontrolliert. Er lässt seinen Untergebenen wenig Freiraum in der Umsetzung ihrer Arbeit, vermeidet es, Verantwortung abzugeben und fühlt sich nur dann sicher, wenn alle Entscheidungen über seinen Schreibtisch laufen.


Mikromanagement kann in unterschiedlichen Abstufungen auftreten - in seiner Extremform nimmt es die pathologischen Züge eines ausgeprägten Kontrollzwangs an. Die möglichen Gründe für dieses Managementverhalten sind zwar  vielfältig. Mikromanagement lässt sich jedoch vor allem auf persönliche Eigenschaften des Managers zurückführen, zum Beispiel auf ein großes Interesse an Details, auf Unsicherheit oder ein negatives Menschenbild.  Doch auch externe Faktoren - wie eine Misstrauenskultur im Unternehmen oder Zeitdruck - können Mikromanagement  begünstigen. 

Auf die Leistungsbereitschaft der Mitarbeiter wirkt sich Mikromanagement fast immer negativ aus. Denn die Beschäftigten empfinden die umfangreichen und kleinteiligen Berichtspflichten normalerweise als lästig. Nicht selten hält das Reporting sie zudem von wichtigen Aufgaben ab.  Außerdem nehmen Mitarbeiter umfangreichen Kontrollen normalerweise als Misstrauensbeweis wahr, was ihre Motivation zusätzlich untergräbt. Extreme Formen von Mikromanagement können die Vertrauensverhältnisse innerhalb des Unternehmens schwer schädigen und antisoziales Verhalten wie Mobbing fördern.: Ausgeprägte Mikromanager neigen dazu, Angst zu verbreiten, um noch mehr Kontrolle auszuüben zu können. Damit lähmen sie nicht nur die Leistungsfähigkeit ihrer Untergebenen, sondern schädigen unter Umständen auch deren physische und psychische Gesundheit. 



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