Falls die Lohnkosten stärker steigen, als die [wiki:Produktivität], steigen ebenfalls die Lohnstückkosten. Lohnstückkosten auf einem niedrigen Niveau können durch niedrige [wiki:Lohn] und eine hohe Produktivität erzielt werden. Dieses Ziel kann erreicht werden, indem in Niedriglohnländern auf einem hohen technischen Grad gearbeitet wird. In Deutschland wird versucht, den hohen Lohnkosten mit einer hohen Produktivität zu begegnen, wodurch die Lohnstückkosten stabil gehalten werden sollen.
Im übrigen sollten Lohnstückkosten stets vorsichtig betrachtet werden. Zum einen können Lohnstückkosten aufgrund kapitalintensiver [wiki:Produktionsprozess] niedrig ausfallen. Zum anderen wird in die Lohnstückkosten nur die Produktivität der arbeitenden Bevölkerung eingerechnet, während [wiki:Arbeitslosigkeit] unberücksichtigt bleiben. Des weiteren können bei der Berechnung von Lohnstückkosten Unterschiede auftreten, die davon abhängen, ob auf Nationalwährungsbasis oder in einheitlicher [wiki:Währung] gerechnet wird. Laut einer Studie des [wiki:DIW] (vgl. [1]) sind die nominalen Lohnstückkosten in Deutschland höher als in Japan, wobei sich im Falle von realen Lohnstückkosten ein umgekehrtes Ergebnis präsentiert.
Siehe auch: [wiki:Lohnnebenkosten]
