Lift-out

Bei so genannten „Lift-outs“ wechseln nicht einzelne Mitarbeiter, sondern ganze Teams oder Abteilungen das Unternehmen. Organisationen versuchen vor allem dann komplette Teams von der Konkurrenz abzuwerben, wenn sich diese in einer Krisensituation befindet. Der Hintergrund: Mit eingespielten Teams möchten Unternehmen Recruiting- und Einarbeitungskosten sparen oder einen neuen Unternehmenszweig aufbauen.


Eines der ersten bekannten Lift-outs ereignete sich im Anschluss an den zweiten Weltkrieg. Der Luftwaffenoffizier Tex Thornton nahm das Jobangebot des Autobauers Ford nur unter der Bedingung an, sein etwa zehn-köpfiges Organisationsteam mitnehmen zu dürfen.


Weitere Beispiele:
Vorteile:
Schwierigkeiten:
Rezessionen und Krisen einzelner Branchen verschaffen den „Lift-outs“ Auftrieb. Deshalb sollten Unternehmen vor allem in wirtschaftlich schwierigen Zeiten auf der Hut sein: Unter Umständen kommt es sie teuer zu stehen, wenn ganze Teams wegbrechen. Erste Warnsignale für sich anbahnende Lift-outs können Forderungen der Teamleiter nach mehr Freiraum und Verantwortung sein. Wie stark ein Unternehmen vom „Teamklau“ bedroht ist, hängt insbesondere von der Mitarbeiterbindung ab. Fühlen sich die Mitarbeiter nur ihren direkten Kollegen verpflichtet, ist die Gefahr größer, dass die Konkurrenz beim Abwerben Erfolg hat.

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