Die durchschnittliche Lebensarbeitszeit ist der Mittelwert der Arbeitszeit einer Gruppe von Menschen, z.B. der Menschen eines Landes. Normalerweise beginnt sie mit der Ausbildung und endet mit dem Übergang in [wiki:Rente] oder durch [wiki:Arbeitsunfähigkeit] infolge Krankheit oder durch individuellen Wunsch oder andere Faktoren. Durch verschiedene Ursachen wird die Lebensarbeitszeit verkürzt. Dazu gehören Wehrdienst, [wiki:Ausbildung], Kindererziehung, [wiki:Arbeitslosigkeit], [wiki:Kurzarbeit], Verringerung der [wiki:Wochenarbeitszeit] und andere.
Häufig wird heute die Verlängerung der Lebensarbeitszeit als Lösung der [wiki:Rente] angesehen. So wird auf ein höheres Renteneintrittsalter gedrängt und eine Verlängerung der Lebensarbeitszeit gefordert. Dabei haben Rente und Beendigung der Arbeit zeitlich nur bedingt miteinander zu tun.
Für viele, die auch in hohem Alter noch arbeitsfähig sind und arbeiten wollen, ist das Austreten aus dem Berufsleben eine Belastung.
Viele, die vor Rentenbeginn arbeitslos wurden, würden gerne arbeiten.
Viele, die nach der Schule keinen Arbeitsplatz erhielten, würden ebenfalls gerne arbeiten.
Die Lebensarbeitszeit ist nicht gleichmäßig über das Leben verteilt.
Es gibt unterschiedliche Arbeitszeitmodelle.
Heute geht man davon aus, dass sich die Lebensarbeitszeit nach der gegenwärtigen drastischen Verkürzung wieder verlängern wird. Das sei durch die Altersstruktur der Bevölkerung bedingt.
Als problematisch wird angesehen, dass in Deutschland gerade Gutausgebildete erst sehr spät in den Beruf steigen und somit sehr spät an der produktiven Wertschöpfung der Volkswirtschaft teilnehmen. Hochschulabsolventen steigen nach einer Studie des IW aus dem Jahr 2006 erst mit 28 Jahren in den Beruf ein. In Zusammenhang mit früher Rente und teurem Ausbildungssystem hinkt Deutschland nach Expertenmeinung somit anderen Ländern in der produktiven Lebensarbeitszeit hinterher.
Siehe auch: [wiki:Lebensarbeitszeitkonto]
