Er arbeitete bis 1960 am [wiki:Massachusetts Institute of Technology] (Massachusetts Institute of Technology in Cambridge, Massachusetts) in einer Postdoc-Stelle an Forschungen über das Auge (blinder Fleck) hin zu erkenntnistheoretischen Fragen. Er erhielt 1960 einen Ruf auf den Lehrstuhl für Biologie an der Fakultät für Medizin der [wiki:Universidad de Chile], [wiki:Santiago de Chile]. Seit 1961 arbeitet er an Fragen der visuellen Perzeption, insbesondere der Farbwahrnehmung und der Unterscheidung von lebenden und nicht-lebenden Systemen. Er reiste 1968 auf Einladung [wiki:Heinz von Foerster] nach Urbana und nahm von 1969-1970 eine Gastprofessor an der University of Illinois wahr. Von 1970-73 arbeitete er in enger Kooperation mit [wiki:Francisco Varela] in [wiki:Santiago de Chile]. Ab 1970 widmete er sich vor allem Weiterentwicklung der Biologie der Erkenntnis und beschäftigt sich als Neurophysiologe mit erkenntnistheoretischen Problemen über den Weg der "Biologie des Erkennens".
Maturanas Werk und insbesondere sein Begriff der [wiki:Autopoesis] hatte Auswirkungen über die Biologie hinaus. Er gilt als einer der Begründer des [wiki:Radikaler Konstruktivismus]. Seine Theorien beeinflussten unter anderem [wiki:Heinz von Foerster] und [wiki:Niklas Luhmann]. Er selbst distanzierte sich in einem Interview aus dem Jahre 2002 sehr deutlich davon, als Konstruktivist gewertet zu werden.
