Glokalisierung

Glokalisierung ist ein Kunstwort aus zwei gegensätzlichen Begriffen: Globalisierung und Lokalisierung. Dahinter verbergen sich Prozesse, die versuchen diese beiden Aspekte miteinander zu verbinden. Dabei ist die „Glokalisierung“ letztendlich die Art und Weise, wie sich die Globalisierung auf lokaler Ebene an verschiedenen Standorten auswirkt.


Auch die [wiki:Personalpolitik] befindet sich in übertragenem Sinne in einem ständigen Spannungsfeld zwischen [wiki:Globalisierung] und [wiki:Regionalisierung]. Mit entsprechenden [wiki:Diversity]-Programmen versuchen Unternehmen diesen Gegensatz in Bezug auf Themen wie [wiki:Recruiting], [wiki:Mitarbeiterbindung], [wiki:Unternehmenskultur] und [wiki:Personalentwicklung] zu harmonisieren. Häufig erlaubt die globale [wiki:Unternehmensstrategie] lokale Anpassungen, die den jeweiligen Standorten eines Betriebes wirtschaftlich, kulturell und rechtlich eher entgegenkommen.

Der Begriff „Glokalisierung“ oder „Glocalization“ entstand in den 1980er Jahren. Zunächst kam die Bezeichnung für japanische Geschäftsformen auf, bis sie Ende des Jahrzehnts im Umfeld der Umweltpolitik Einzug hielt. Der damalige Leiter des National Global Change Sekretariats, Prof. Dr. Manfred Lange, soll im Zusammenhang mit der Entwicklung der Ausstellung „Welt im Wandel – Herausforderungen an Wissenschaft und Politik“ die Dimension der Umweltveränderungen auf lokaler, regionaler und globaler Ebene als „glocal“ bezeichnet haben. Später führten auch andere den Begriff ein – oftmals ohne zu wissen, dass andere den Neologismus auch für sich beanspruchten. Im englischen Sprachraum waren die Soziologen Roland Robertson und Zygmunt Bauman ausschlaggebend bei der Verbreitung des Begriffs.

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