Geschlecht ist damit mehr als nur eine genetische Disposition oder etwas generell Unveränderliches. Vielmehr ist Gender ein Ergebnis von Erziehung, Rollenzuweisungen auch im Alltag oder Selbstidentifikation, von Lebenschancen, von Bildern und kulturellen Traditionen und entsteht in verschiedenen kulturellen und sozialen Praktiken.
Gender benennt damit einen wichtigen Teil dessen, was in einer Gesellschaft Männer und was Frauen ausmacht: im Sinne der Zuweisung von Rollen und Aufgaben, im Sinne der Wahrnehmung tatsächlicher oder vermeintlicher Unterschiede und Gemeinsamkeiten, im Sinne unserer Vorstellungen von "Männlichkeit" und "Weiblichkeit". Dabei werden Menschen nicht nur durch Gender geprägt, sondern auch durch andere Faktoren sozialer Strukturierung wie die ethnische Zugehörigkeit, die sexuelle Orientierung, die individuelle Befähigung oder Behinderung, die soziale Lage oder das Alter.
Weltweit gibt es an vielen Universitäten Gender Studien, also Geschlechterstudien, wo wissenschaftlich untersucht und auch gelehrt wird, welche Dimensionen Geschlecht hat. Eines von vielen Beispielen an deutschen Universitäten ist der Berliner transdisziplinäre Studiengang an der Humboldt Universität zu Berlin.
Quelle: [url:http://www.gender-mainstreaming.net/|http://www.gender-mainstreaming.net/]
Siehe auch: [wiki:Gender Mainstreaming]
