Galeriemethode

Die Galeriemethode ist eine [wiki:Kreativitätstechnik] zur Lösung von Problemen. Sie stellt eine Kombination von Einzel- und Gruppenarbeit dar. Die Methode eignet sich für Gruppen, in denen sowohl Laien als auch Profis präsent sind. Sie ist hilfreich bei Problemen, die durch sukzessives Ausschließen ungeeineter Ansätze und gleichzeitiges Einfügen neuer Ideen im Sinne einer Kompromissfindung gelöst werden sollen.

Procedere

Die Lösungsfindung geschieht in einem vierstufigen Prozess. Die Dauer der einzelnen Phasen wird vorher festgelegt.

  1. In der Ideenbildungsphase I entwirft jeder Teilnehmer eine eigene Lösung.
  2. In der Assoziationsphase werden alle Einzelvorschläge wie in einer Galerie aufgehängt und gemeinsam diskutiert. Hier finden erste Aussortierungen statt, wobei einzelne Ideenansätze in die übrigen Lösungen integriert werden können.
  3. Die neuen Erkenntnisse führen in der Ideenbildungsphase II zu einer individuellen Neubewertung und Verfeinerung der verbliebenen Lösungen.
  4. In der abschließenden Selektionsphase werden alle neuen Ideen von der Gruppe gesichtet und die praktikabelsten Lösungen ausgewählt.

Eine definitive Entscheidung soll und kann auch noch nicht fallen, da oft noch weitere Instanzen durchlaufen werden müssen. Es geht nur um die Ausschöpfung kreativer Lösungsansätze.

Beispiel

Die Verletzungsgefahr an einer Produktionsanlage soll minimiert werden, ohne die Effizienz des Produktionsprozesses zu schmälern. Die "Laien" sind die um ihre Gesundheit besorgten Arbeiter, die "Profis" sind die Techniker und Betriebswirte, die die technische und finanzielle Machbarkeit im Blick haben. Man geht davon aus, dass beide Parteien sich ergänzen, da sie unterschiedliche Erfahrungshorizonte haben. Die Arbeiter können schneller abschätzen, ob sich die Gefahr verringern wird, die Techniker erkennen frühzeitig die logistischen und materiellen Probleme, und die Betriebswirte argumentieren aus der ökonomischen Perspektive. Im Entscheidungsprozess werden schließlich noch die Arbeitsmediziner und Sicherheitsbeauftragten eine Rolle spielen.

Siehe auch: [wiki:Brainwriting] - [wiki:Brainstorming]




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