Führung wird sehr vielseitig verstanden.
Führung ist richtungsweisendes und steuerndes Einwirken auf das Verhalten anderer Menschen, um eine [wiki:Ziel] zu verwirklichen.
Funktionale und begriffliche Abgrenzung von "Managern" und "Führungskräften" (nach Rainer H. Thierfelder: Managerspiele – Primadonnen, Illusionisten und Gaukler im Theater der Wirtschaftsunternehmen – Verlag Wissenschaft & Praxis Sternenfels 2002, S. 31 ff.):
Der amerikanische Management-Experte Peter F. Drucker hat die Aufgabe des Managers einmal („Die Kunst deas Managements“, Econ Verlag 2000) so definiert: „Sie hat zum Ziel, Ressourcen und Bemühungen eines Unternehmens in eine Richtung zu lenken, um Chancen zu ergreifen, damit Ergebnisse von wirtschaftlicher Bedeutung erzeugt werden können.“
Es sind jedoch immer nur sachliche Situationen, die „gemanagt“ und "entschieden" werden können. Ungeachtet dessen lassen sich bei den Sachaufgaben nach ihrem unterschiedlichen Gewicht „leitende Aufgaben“ – so auch der Begriff der „leitenden Angestellten“, die nicht Führungskräfte sein müssen. Diese „Leitung“ (und nicht „Führung“!) ist synonym mit der Unternehmensführung insgesamt auf den obersten Führungsebenen. Es ist daher weder schlüssig noch sachlich richtig, das Treffen von Entscheidungen in Anlehnung an frühere militärische Gepflogenheiten und Überzeugungen etwa des preußischen Offiziers von Clausewitz zum Wesenskriterium für „Führungskräfte“ zu erheben. Menschen kann man nicht wie eine Sache „managen“. Das ist wegen ganz anderer Aufgaben und Verhaltensweisen die Aufgabe der Führung („Leadership“), in der es weniger um Inhalte als um die Beziehung zwischen den beteiligten Personen selbst geht („Menschenführung“). Führungskräfte sind nur diejenigen, die unmittelbar unterstellte, e i n z e l n e Mitarbeiter zu „führen“ haben. Diese Aufgaben sind immer gleich, unabhängig auf welcher hierarchischen Ebene sie ausgeübt werden. Die Aufgaben, die dazugehörigen Anforderungen und die sie verbindenden Abläufe sind von denen der „Manager“ zu trennen und laufen als verschiedene „Regelkreise“. Das ist wichtig nicht nur aus Gründen begrifflicher Klarheit, sondern wegen des unterschiedlichen Handlungsverständnisses und der Beherrschung der jeweils differenzierten Aufgaben und Anforderungen.
Organisatorische Führung im Kontext [wiki:Organisation], [wiki:Betriebswirtschaft], [wiki:Betriebspädagogik] [wiki:Organisationspsychologie]
Führen ist hier die beabsichtigte und zielorientierte Beeinflussung des Verhaltens von [wiki:Mitarbeiter] zur Erreichung der Ziele eines [wiki:Unternehmen]. Führen ist [wiki:Methodik] bedachte, geplante und kontrollierte Einflussnahme, auf Andere und deren künftige [wiki:Kompetenz], unter gleichzeitiger Legitimierung der [wiki:Leitung] Interessen.
Führung hat eine
Führung kann sich an der Aufgabe, an den geführten Personen oder einer Mischung aus beidem orientieren. Hierzu gibt es verschiedene [wiki:Führungsstil].
Führung ist eine sehr [wiki:Verantwortung] Aufgabe, die falsch ausgeübt (Pfusch) dem Unternehmen und den betroffenen Mitarbeitern Schaden zufügt. Allerdings ist der fundierte empirische Nachweis schlechter Führung schwer.
10 Grundsätze für Manager zusammengestellt von Rudolf Müller, 1999
den Menschen so behandeln, wie man selber an seiner Stelle behandelt werden möchte.
Führung ohne das bewusste Einverständnis des Geführten ist [wiki:Manipulation].
[url:http://www.rupert-lay.de/|Rupert Lay] beschreibt in seinem Buch "Führen durch das Wort" sehr treffend den Grad der Versuchungen in der Rolle eines Führers.
