Üblicherweise wird Fehlermanagement in drei oder vier Phasen eingeteilt, die sind mindestens die Phasen Fehlerentdeckung, [wiki:Fehlerdiagnose] und Fehlerkorrektur. Vor der Fehlerkorrektur wird, wenn eine vollständige Korrektur nicht sofort möglich ist, der Betrieb aber aufrecht erhalten werden muss, möglicherweise zunächst die Phase Fehlerkompensation eingefügt.
Die Fehlerentdeckung ist kein Ereignis, sondern eine Phase, da in Systemen mit großen Zeitkonstanten und sich langsam ändernden Werten die Abweichung vom Normalzustand nicht sofort eindeutig als Fehler erkannt werden kann.
Während der Fehlerdiagnose wird versucht, mit Hilfe der an der [wiki:Mensch-Maschine-Schnittstelle] erfahrbaren (sichtbaren, hörbaren, fühlbaren, …) Informationen den Fehler selbst zu bestimmen.
Durch die Fehlerkompensation werden die Auswirkungen des Fehlers so abgemildert, dass ein sicherer Betrieb möglich ist, falls der Fehler nicht sofort behoben werden kann.
Mit der Fehlerkorrektur wird der Fehler behoben.
Die Fähigkeit zum Fehlermanagement gehört zu den [wiki:Non-Technical Skills] und ist ein wesentlicher Grund, den Menschen mit hoher Verantwortlichkeit im technischen System zu belassen. Gutes Fehlermanagement kann darüber entscheiden, ob ein [wiki:Menschlicher Fehler] oder [wiki:Technischer Defekt] zur Katastrophe führt oder nicht.
Dazu muss dem Menschen die Gelegenheit zum Fehlermanagement gegeben werden: Die technischen Komponenten des [wiki:Mensch-Maschine-System] müssen so gestaltet sein, dass das Fehlermanagement in allen Phasen ermöglicht und unterstützt wird.
