Entscheidungstheorie

Die Entscheidungstheorie ist ein Zweig der angewandten [wiki:Wahrscheinlichkeitstheorie], der Konsequenzen von [wiki:Entscheidung] evaluiert. Die Entscheidungstheorie wird vielfach als [wiki:Betriebswirtschaft] Instrument benutzt. Zwei bekannte Methoden dazu sind z.B. die einfache [wiki:Nutzwertanalyse] (NWA) oder der präzisere [wiki:Analytic Hierarchy Process] (AHP), wo [wiki:Kriterien] und [wiki:Alternative] dargestellt, verglichen und bewertet werden, um die optimale [wiki:Lösung] zu einer [wiki:Entscheidung] oder Problemstellung zu finden.

Man unterscheidet zwei Teilgebiete der Entscheidungstheorie:

  1. Die normative Entscheidungstheorie such nach Kriterien rationalen Entscheidens und will Hilfestellungen für die Frage, wie man in einer gegebenen Situation vernünftigerweise entscheiden soll, geben. Dazu muss sie einige vereinfachende Modellannahmen treffen, so muss sie beispielsweise vom Axiom der Rationalität des Entscheiders ausgehen.
  2. Die deskriptive Entscheidungstheorie untersucht dagegen [wiki:Empirie] die Frage, wie Entscheidungen in der Realität tatsächlich getroffen werden.

Das Grundmodell der (normativen) Entscheidungstheorie besteht aus dem Entscheidungsfeld und dem Zielsystem. Das Entscheidungsfeld beinhaltet den Aktionsraum (Menge der möglichen Handlungsalternativen), dem Zustandsraum (Menge der möglichen Umweltzustände) und einer Ergebnisfunktion, die jeder Kombination von Aktion und Zustand einen Wert zuordnet. Ein häufiges Problem ist, dass der wahre Umweltzustand nicht bekannt ist, hier spricht man im Gegensatz zur Situation der Sicherheit, wo der Umweltzustand bekannt ist, von Unsicherheit. Die Unsicherheitssituation läßt sich gliedern in

Bei einer Entscheidung unter Risiko können über alle möglichen Konsequenzen jeder einzelnen Entscheidung [wiki:Erwartungswert] errechnet, während das bei einer Entscheidung unter Ungewissheit nicht möglich ist.

Der (ein- oder mehrstufige) Entscheidungsprozess mitsamt den verschiedenen Konsequenzen lässt sich grafisch als [wiki:Entscheidungsbaum] darstellen.

Nicht einsetzbar ist die Entscheidungstheorie wenn der Unternehmer bzw. Manager mit einem rationell handelnden Gegenspieler (einem Mitbewerber etwa) konkurriert. In einem solchen Fall kommt die [wiki:Spieltheorie] mit ihren [wiki:Algorithmus] zum Einsatz.

Siehe auch: [wiki:Klassifizierung]

Die Entscheidungstheorie wird neuerdings auch bei der Beurteilung von Investitionen eingesetzt. Unter dem Namen [wiki:Realoption] wird das Entscheidungsbaumverfahren (bzw. Optionen) dazu verwendet, die Vorteilhaftigkeit einer Investition zu beurteilen.

Literatur

[wiki:Pl:Teoria decyzji]




Dieser Artikel basiert auf einem gleichnamigen Artikel der freien Enzyklopädie [url:http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Hauptseite|Wikipedia] und steht unter der Doppellizenz [url:http://www.gnu.org/licenses/gpl-3.0.html|GNU-Lizenz für freie Dokumentation] und [url:http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/|CC-BY-SA 3.0 Unported]. In dem Artikel von Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.


Entscheidungstheorie
HRM.de - Das Netzwerk für Personalwesen. HR-Pedia - Der Wissenspool für das Human Resource Management. HR-Jobbörse