Ein zentrales Problem empirischer Forschung ist die Entstehung von [wiki:Artefakt (Sozialforschung)], d.h. Verzerrungen von Messergebnissen.
Der Forschungsprozess besteht aus folgenden Abschnitten
[wiki:Datenerhebung]
Dateninterpretation
Erforschte Tatbestände sind:
Der empirischen Sozialforschung liegt die moderne [wiki:Wissenschaftstheorie] zugrunde, besonders der [wiki:Kritischer Rationalismus] von [wiki:Karl Popper] und [wiki:Hans Albert]. Forschung soll prinzipiell unabhängig von der [wiki:Subjektivität] des Forschers ablaufen (Prinzip der [wiki:Intersubjektivität]). Die jeweils eingesetzten Methoden, Verfahren, Instrumente oder Forschungstechniken der empirischen Sozialforschung ([wiki:Befragung], [wiki:Beobachtung], [wiki:Experiment], [wiki:Gruppendiskussion], [wiki:Inhaltsanalyse], [wiki:Skalierung], [wiki:Soziometrie]) sollten an einer Theorie oder an Forschungs[wiki:Hypothese] orientiert sein.
In zunehmendem Maße werden Methoden der empirischen Sozialforschung in anderen [wiki:Sozialwissenschaften] ([wiki:Ethnologie], [wiki:Psychologie], [wiki:Wirtschaftswissenschaften], [wiki:Politologie]) und besonders in der kommerziellen [wiki:Marktforschung] und [wiki:Meinungsforschung] eingesetzt.
Die empirische Sozialforschung entwickelte sich im 17. Jahrhundert und 18. Jahrhundert aus verschiedenen Disziplinen, u.a. der [wiki:Statistik]. Im 19. Jahrhundert diente sie (hauptsächlich in den USA) der Untersuchung von [wiki:Integration] und Armut. Im 20. Jahrhundert entwickelte sich in den Niederlanden und Deutschland zunächst die [wiki:Soziographie] als direkter Vorläufer der empirischen Sozialforschung, während in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts die Meinungs- und Marktforschung in den Mittelpunkt rückte.
Insbesondere in den [wiki:Sozialwissenschaft] gibt es eine hitzige Diskussion darüber ob es besser ist Messungen mittels [wiki:Qualitative Methode] oder [wiki:Quantitative Methode] durchzuführen. Der Vorteil quantitativer Methoden liegt darin, dass sich die Messergebnisse mit algebraischen (Addition, Multiplikation), beziehungsweise den darauf basierenden [wiki:Stochastik] Methoden ([wiki:Mittelwert], [wiki:Varianz], etc.) weiter verarbeiten lassen. Qualitative Sozialforschung zeichnet sich traditionell durch ein Misstrauen gegenüber der Standardisierung quantitativer Erhebungsmethoden aus: Kritisiert wird vor allem die mangelnde Offenheit, die Künstlichkeit der Erhebungssituation und die Ausblendung sozialer Phänomene, die nicht in den standardisierten Methoden erfasst werden. Sie versucht Soziales tiefergründiger zu erforschen und verborgene Sinnstrukturen sichtbar zu machen.
Sozialforschungsstelle Dortmund [url:http://www.sfs-dortmund.de|[1]]
Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung [url:http://www.wz-berlin.de|[2]]
