„Downshifting“ hat sich als Bezeichnung dafür durchgesetzt, zugunsten der Familie, der Freunde oder einfach der Freizeit in der Karriereleiter einen Schritt zurückzugehen. Konkret bedeutet das meistens, dass die Downshifter sich einen neuen Job suchen, der zwar schlechter bezahlt wird, dafür aber mit weniger Stress verbunden ist. Die meisten Downshifter steigen nicht aus ihrem Leben aus, sondern treten einfach etwas kürzer. Das weniger an Arbeit soll durch ein Mehr an Leben aufgewogen werden.
Ursprünglich stammt der Begriff aus den USA. Der Trend zum Downshifting macht sich aber seit einigen Jahren auch in Deutschland stärker bemerkbar. Eine Vorreiterrolle im Downshifting nehmen die Briten ein. Londons berühmtester Obdachloser ist sicherlich ein Extremfall: [url:http://www.timesonline.co.uk/tol/life_and_style/article694544.ece|Hugh Sawyer] lebt im Wald und arbeitet bei Sotheby's.
Für Arbeitgeber ist der Trend zum Downshifting insbesondere in der Kombination mit einem akuten Fachkräftemangel ein echtes Problem. Da sich in einer solchen Situation die Mitarbeitersuche schwierig gestaltet, sind Maßnahmen zur Mitarbeiterbindung gefragt.
Literatur: - Hajo Neu: Weniger arbeiten, mehr leben. Strategien für ein konsequentes Downshifting. Campus Verlag. August 2003. 252 Seiten. ISBN-10: 3593372215.
- Bärber Kerber: Die Arbeitsfalle - und wie man sein Leben zurückgewinnt! Walhalla U. Praetoria. April 2005. 239 Seiten. ISBN-10: 3802933834
- Hans-Peter Unger, Carola Kleinschmidt: Bevor der Job krank macht. Kösel. September 2006. 199 Seiten. ISBN-10: 3466307333
