Das Besondere an diesem Ansatz ist, dass Individuen nicht isoliert betrachtet, sondern auch ihre Einbettung in (sub-) kulturelle Gruppen mit gesehen wird.
NEU ist an dieser Herangehensweise der „neutrale“ Blickwinkel auf vorhandene Unterschiede innerhalb einer Organisation und die daraus resultierenden Unterschiede in Kommunikationsform, Handlungsmuster und Wertsetzung. Dies kann nur durch einen langfristigen Sensibilisierungsprozess aller Beteiligten erreicht werden.
Es lassen sich nach Thomas und Ely, 1996 drei Zugänge zu Managing Diversity unterscheiden:
Fairness und Antidiskriminierung
Der Fairness- und Antidiskriminierungsansatz beruft sich vor allem auf rechtliche Grundlagen. Die Auswahl-, Beurteilungs-, Beförderungspraxis wird dabei auf diskriminierende Kriterien, Verfahren und Mechanismen untersucht, um diese gegebenenfalls zu verändern.
Positiver Nebeneffekt ist die Möglichkeit eines Imagegewinns durch die Umsetzung von Diversity Management (75% der Fortune- 500 Unternehmen integrieren Diversity Management Programme in ihre Unternehmenspolitik) bzw. die Erhöhung der Attraktivität als ArbeitgeberIn durch adäquate, auf die jeweiligen Bedürfnisse der (potentiellen) MitarbeiterInnen abgestimmte Arbeitsformen und -bedingungen.
Das neue Gleichbehandlungsgesetz schafft eine Grundlage zur Auseinandersetzung mit „Equity“ auf dieser Ebene. Weiterreichende ökonomische Vorteile sind auf dieser Ebene für ein Unternehmen nicht zu erwarten. Amerikanische Unternehmen sichern sich gegen hohe Gerichts- und Schadensersatzkosten ab. Zugangsrecht und Legitimität
Steigendes Interesse ruft in Europa der Zugangs- und Legitimitätsansatz hervor. Die Abbildung der Klientel in der Organisation durch eine entsprechende MitarbeiterInnenstruktur verspricht Zugang zu neuem Wissen, die Erhöhung der Problemlösungskompetenz, Vorteile im Bereich der Innovationsfähigkeit und damit eine günstigere Position für das Erschließen neuer Märkte.
Für Unternehmen ergeben sich vornehmlich kurzfristige Benefits. Repräsentanzen unterstützen die Organisation bei der Know How Entwicklung und dem Aufbau neuer Kompetenzen.
Effizienz und Lernfähigkeit
Den breitesten Zugang und zugleich die höchste Entwicklungsstufe - im Sinne einer lernenden Organisation - ermöglicht der Zugang über Effizienz und Lernfähigkeit, bei dem der Mensch in den Mittelpunkt der Überlegungen gestellt wird.Es geht darum, Vielfalt zuzulassen, Konformitätsdruck zu erheben und zu beseitigen und durch die Konzentration auf Kompetenz, Wettbewerbsvorteile zu erzielen.Der Paradigmenwechsel von der homogenen zur heterogenen Organisation bedeutet das Einbinden von Managing Diversity in einen OE Prozess.
Der zunehmende Bedarf an Flexibilisierung erfordert neue Arbeitskulturen.Die Bedürfnisse der MitarbeiterInnen oder „diverser“ MitarbeiterInnengruppen erfordern neue Arbeitsmodelle.Managing Diversity arbeitet an der Entwicklung & Verbindung dieser Prozesse und an den erforderlichen Kompetenzen
Diversity, Michael Stuber, u. a. Luchterhand (Hermann) (Dezember 2003)Vielfalt statt Lei(d)tkultur - Managing Gender & Diversity, Koall, Iris/Bruchhagen, Verena/Höher, Friederike (Hrsg.) (2002): Lit Verlag, Münster-Hamburg-Berlin-LondonManaging diversity,GARDENSWARTZ, L./ROWE, New York 1998
EU Links
EU Stop Diskrimination[url:http://www.stop-discrimination.info/|[1]]European Institute für Manging Diversity[url:http://www.iegd.org/|[2]]Corporate Social Responsibility[url:http://www.csreurope.org/|[3]]European Monitoring Centre on Racism and Xenophobia [url:http://www.eumc.eu.int/eumc/index.php|[4]]
Nationale Links (D/A)Deutsche Gesellschaft für Personalführung[url:http://www1.dgfp.com/dgfp/data/pages/DGFP_mbH/Competence-Center/Diversity-Management|[5]]/
DiversityWorks[url:http://www.diversityworks.at|[6]]Praxisbeispiele aus Österreich - "Kompendium Diversity Management[url:http://www.diversityworks.at/diversity_kompendium.pdf|[7]]
