Kritisch wird das Depotstimmrecht unter anderem hinsichtlich der Problematik der [wiki:Aufsichtsrat] gesehen, da es häufig dazu kommt, dass Mitglieder in den Aufsichtsrat gewählt werden, die den [wiki:Gläubiger] nahestehen und evtl. dementsprechend weniger [wiki:Aktionär] vertreten könnten, sondern die Gesellschaft dahingehend beeinflussen Gläubigerinteressen nachzukommen.
Durch das Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraGesetz) wurde das Depotstimmrecht der Banken 1994 beschnitten.Das Gesetz stellt Informationsplichten und Transparenz gegenüber dem Aktionär in den Vordergrund. Die Bank muss aufklären über Personalverpflichtungen von Vorstandmitglieder und sonstigen Mitarbeitern sowie über eigene Beteiligung am Unternehmen.Ferner muss der Aktionär über alternative Vertretungsmöglichkeiten wie bankexterne Bevollmächtigte informiert werden.Sollte die Bank mehr als 5% der Aktien eines Unternehmens verwalten, kann sie das Stimmrecht nicht mehr uneingeschränkt ausüben, sondern bedarf einer konkreten Weisung zu den einzelnen Tagesordnungspunkten, es sei denn, sie übt keine eigenen Stimmrechte aus.
Ein Depotstimmrecht in ähnlicher Form gibt es auch im Kontext des [wiki:Gesamtbetriebsrat].
