Darwiportunimus ist ein Kunstwort aus den beiden Begriffen Darwinismus und Opportunismus und stellt den Konflikt dar zwischen
- darwinistisch agierenden [wiki:Arbeitgeber], die hohe Anforderungen an die Qualifikation und Leistungsbereitschaft ihrer Mitarbeiter stellen, aber im Zuge von Rationalisierungsmassnahmen oder Konjunkturkrisen auch schnell zum Mittel der [wiki:Kündigung] greifen - insbesondere bei vermeintlich "schwächeren" Arbeitnehmern und
- zunehmend opportunistisch agierenden [wiki:Arbeitnehmer], die ihren momentanen bzw. den in Aussicht gestellten Arbeitsplatz als Möglichkeit begreifen ihre Berufserfahrung, ihren "Marktwert" und ihren [wiki:Lebenslauf] zu optimieren und nur noch in geringem Maße Rücksicht auf die mittel- bis langfristigen Ziele des Arbeitgebers nehmen.
Diese unterschiedlichen Ziele sorgen für Konflikte zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer und sind ein Erklärungsgrund für die abnehmende Loyalität in Arbeitsverhältnissen. Andererseits fordert diese Entwicklung den Arbeitnehmer dazu auf, sich permanent weiterzuentwickeln und zu qualifizieren bzw. auf Seiten des Arbeitsgebers entsprechende Möglichkeiten anzubieten um fähige Mitarbeiter zu gewinnen und zu halten.
Literatur
- [url:http://www.darwiportunismus.de/texte/dp_wisu.pdf|Beitrag von Prof. Scholz aus der wisu (pdf)]
- Christian Scholz: Spieler ohne Stammplatzgarantie. Darwiportunismus in der neuen Arbeitswelt. Weinheim, 2003, [isbn:3527500529]
Weblinks
- [url:http://www.darwiportunismus.de|Seite von Prof. Scholz]
- [url:http://www.brandeins.net/home/inhalt_detail.asp?id=1941&MenuID=130&MagID=71&sid=su66249651784986765|Artikel in "brand eins"]
