Dabei spricht man erst von einem Cluster, wenn sich eine kritische Masse von Firmen in räumlicher Nähe zueinander befindet, deren Aktivitäten sich entlang einer oder mehrer Wertschöpfungsketten ergänzen oder miteinander verwandt sind. Erst unter dieser Bedingung kann ein Wachstumspol entstehen, der auch Zulieferer und spezialisierte Dienstleister anzieht und [wiki:Wettbewerbsvorteil] für alle beteiligten Firmen schafft.
Diese Wettbewerbsvorteile basieren in der Regel auf Gemeinsamkeiten, verbesserter Arbeitsteilung und [wiki:Externer Effekt] zwischen den beteiligten Firmen und Institutionen. Gemeinsamkeiten bestehen z.B. beim gemeinsamen Interesse an lokal verfügbarem Personal und seiner Qualifizierung. Eine verbesserte [wiki:Arbeitsteilung] wird durch Konzentration der einzelnen Firmen auf ihre [wiki:Kernkompetenz] bei Auslagerung von Sekundärfunktionen auf Zulieferer möglich. Entscheidend für die gesteigerte Innovationskraft eines Clusters ist aber das Ausmaß des impliziten, wettbewerbsrelevanten Wissens, das zwischen den Akteuren verteilt ist. Es wird über informelle Kontakte und Arbeitsplatzwechsel ausgetauscht und schafft so neue, innovative Anwendungsmöglichkeiten.
In der [wiki:Wirtschaftsförderung] wird der Aufbau von Clustern als aktive Innovationsförderung verstanden. Ausgehend von einer Analyse der betreffenden Wertschöpfungskette im regionalen Kontext kann das Potential des Aufbaus und der Förderung eines bestimmten Clusters abgeschätzt und ein Clustermanagement eingesetzt werden. In der Regel dient der Zusammenschluss von Politik, Verwaltung, Forschung, Bildung und Wirtschaft dazu, die Wirtschaftstätigkeit und [wiki:Innovation] in der [wiki:Region] zu fördern und eine Profilierung der Region zu erzielen. Beispiele für solche Clusterinitiativen sind z.B. der [url:http://www.acstyria.com|AC Styria]und der oberösterreichische [url:http://www.automobil-cluster.at|Automobil-Cluster (AC)].
Die moderne Clustertheorie ist von dem amerikanischen Wissenschaftler [wiki:Michael E. Porter] ausgearbeitet worden.
Porter, Michael E. (1990). The Competitive Advantage of Nations. New York: The Free Press
