Boiled-Frog-Effekt

Ein Frosch, der in heißes Wasser geworfen wird, springt sofort wieder heraus. Befindet er sich hingegen in kaltem Wasser, das langsam erhitzt wird, bleibt er darin bis er stirbt. Obwohl dieses Experiment nicht über jeden Zweifel erhaben ist, hat er sich der Begriff Boiled-Frog-Effekt als erhobener Zeigefinger für Organisationen durchgesetzt, die schleichende Veränderungen nicht erkennen.


Plötzliche Zäsuren oder Phänomene wie die aktuelle Krise kommen dabei dem Wurf ins heiße Wasser gleich. Doch viel bedrohlicher sind für Unternehmen oft die Veränderungen, die im Verborgenen geschehen, da sie kontinuierlich und in kleinen Schritten ablaufen. Ein vielfach zu beobachtendes Beispiel ist die Kundenfluktuation: Kündigen viele Kunden gleichzeitig einen Vertrag oder eine Geschäftsbeziehung, reagiert das Management sofort. Reduziert sich der Kundenstamm langsam, kann er zunächst unbemerkt bleiben.

Beispiele für Boiled-Frog-Phänomene im Personalmanagement:

Gegen den Boiled-Frog-Effekt hilft systematisches Controlling. Mithilfe einer Fluktuationsstatistik können Personaler etwa ermitteln, in welchen Abteilungen oder Funktionsbereichen welche Schlüsselkräfte wie häufig kündigen. HR-Fachleute, die regelmäßig Marktforschungsdaten berücksichtigen, können den Personalbedarf besser einschätzen.

Boiled-Frog-Effekt
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