Plötzliche Zäsuren oder Phänomene wie die aktuelle Krise kommen dabei dem Wurf ins heiße Wasser gleich. Doch viel bedrohlicher sind für Unternehmen oft die Veränderungen, die im Verborgenen geschehen, da sie kontinuierlich und in kleinen Schritten ablaufen. Ein vielfach zu beobachtendes Beispiel ist die Kundenfluktuation: Kündigen viele Kunden gleichzeitig einen Vertrag oder eine Geschäftsbeziehung, reagiert das Management sofort. Reduziert sich der Kundenstamm langsam, kann er zunächst unbemerkt bleiben.
Beispiele für Boiled-Frog-Phänomene im Personalmanagement:
- Veränderungen in der Altersstruktur der Belegschaft
- Schleichend zunehmende Fluktuation
- Die Motivation und das Engagement der Mitarbeiter können langsam ins Negative umschlagen
- Marktveränderungen, die den Personalbedarf beeinflussen
Gegen den Boiled-Frog-Effekt hilft systematisches Controlling. Mithilfe einer Fluktuationsstatistik können Personaler etwa ermitteln, in welchen Abteilungen oder Funktionsbereichen welche Schlüsselkräfte wie häufig kündigen. HR-Fachleute, die regelmäßig Marktforschungsdaten berücksichtigen, können den Personalbedarf besser einschätzen.
