Bionik, also Technik nach dem Vorbild der Biologie, ist eine [wiki:Kreativitätstechnik], die sich biologische Strukturen und Vorgehensweisen als Ressource für technische Problemlöungen zu Nutze macht. Motiviert wird diese Herangehensweise durch die Beobachtung, dass die Evolution biologische Lösungen optimiert hat. Für Kreationisten sind die oft verblüffenden Erkenntnisse der Bionik dagegen weiterere Beweise für das Intelligent Design durch einen Schöpfer in der Natur.
Im englischen Sprachraum beschränkt sich die Bedeutung von bionics zumeist auf die Konstruktion von künstlichen Körperteilen.
Laut [wiki:Frederic Vester] hat der amerikanische Luftwaffenmajor Jack E. Steele diesen Begriff 1958 geprägt.
Vorgehensweise
- Problem definieren
- in der Natur Analogien suchen
- Vorbilder aus der Natur analysieren
- mit Erkenntnissen aus der Natur Ideen für das zu lösende Problem suchen
Beispiele
Die Beobachtung und nähere Untersuchung der Tatsache, dass von einem Blatt
der Lotuspflanze praktisch alle Substanzen abperlen (Lotuseffekt), ergibt schließlich ein Patent für eine extrem schmutzabweisende Oberfläche (bzw. eine neue künstliche Oberfläche: in Lackform).
Literatur
- Werner Nachtigall, Kurt Blüchel: Das große Buch der Bionik, 2003, [isbn:3421058016]
- Werner Nachtigall: Natur macht erfinderisch, 2001, [isbn:3473358908]
- Helga Kleisny: Warum Fliegen sich im Kino langweilen, [isbn:3831101558]
Weblinks
- [url:http://www.bionik-netz.de/|Bionik-Kompetenz-Netzwerk (BIOKON)]
- [url:http://www.srossbach.de/Bionik.html|Eine einfache Definition des Begriffes Bionik]
- [url:http://www.pfalzmuseum.de/hitechnatur.html|Bionik für Kinder und Jugendliche, Lehrerfortbildung Bionik]
- [url:http://www.bionik.tu-berlin.de/|Bionik & Evolutionstechnik an der Technischen Universität Berlin]
- [url:http://www.hitechnatur.ch/|Die drei Ausstellungen vergleichen Konstruktionen der Technik mit Lösungen der Natur]
- [url:http://members.aon.at/evolution/fidbionikusp.htm|Bionik und die Ursprungsfrage]
