Die Problematik bei Bildungs-Controlling-Ansätzen
Die selbstauferlegte Überprüfung von Bildungsvorgängen durch [wiki:Zertifizierung] (CERTQA) ist ein richtiger Schritt auf diesem Weg. Weniger fremdbestimmt ist der Weg des kontinuierlichen Verbesserungsprozesses (KVP) oder [wiki:Total Quality Management], die dem die an einem Bildungsprozess Beteiligten in die Bewertung einbezogen werden und letztlich befähigt werden müssen, ihre eigenen Kriterien und ihr Lehrverhalten durch stete pädagogische Reflexion weiter zu entwickeln.
Eine Zertifizierung von [wiki:Bildungskonzept]en kann jedoch immer nur den Rahmen erfassen, die Planung des Bildungsprozesses, nicht aber die Qualität seiner Durchführung garantieren. Dieses Vorgehen unterliegt immer dem Vorwurf, fremdbestimmend zu sein, leitet es sich doch nicht aus dem Bildungsprozess selber her; es kann mithin der Komplexität eines Bildungsprozesses nur bedingt gerecht werden, wenn sie Bildung in Analogie zu technischen Prozessen misst.
Eine [wiki:Evaluation] durch die Teilnehmer selbst lässt ebenso wenig direkt auf Qualität zurück schließen. Ob der lernende der Lernzumutung gerecht geworden ist, lässt sich bedingt durch Prüfungen erheben; dort jedoch können wiederum nur – das Bildungsanliegen einengend – einzelne Fakten und Denkmuster erfasst werden.Kritisch anzumerken st, dass die Frage nach einer Bildungsevaluation besonders in Zeiten knapp werdender Mittel aufgeworfen wird; auch dies ein Hinweis dass Controlling im Bildungswesen meist bildungsfremd motiviert und somit u.. kontraproduktiv ist. Bildung ist nicht im selben Maß zertifizierbar wie die Produktion eines technischen Geräts. Die Kriterien für die Qualität eines [wiki:Lehr-Lern-Vorgang]s werden im Bewusstsein der Teilnehmer erstellt, die Veränderung dieses Bewußtseins ist mit ein Ziel des zu beurteilenden Bildungsprozesses, folglich kann die Qualität desselben nur schwer objektiv dargestellt werden.
