Die Betriebswirtschaftslehre (BWL) ist ein Teilgebiet der [wiki:Wirtschaftswissenschaft] und damit in weiterem Sinne eine spezielle Form der [wiki:Kulturwissenschaft] und [wiki:Geisteswissenschaften]. Wie sie beruht sie auf der Tatsache, dass für den Menschen die meisten Güter [wiki:Knappheit] sind und von den Akteuren bewirtschaftet werden müssen. Sie beschreibt die ökonomischen Funktionen des [wiki:Betrieb] innerhalb einer [wiki:Volkswirtschaft]. Dazu gehört neben den [wiki:Unternehmensziele] und den betriebswirtschaftlichen Funktionen vor allem die optimale [wiki:Organisation] der [wiki:Produktionsfaktor]. Im weiteren Sinn sind auch alle [wiki:Haushalt] Betriebe. Die BWL ist eines der am häufigsten studierten Gebiete.
Die Betriebswirtschaftslehre gliedert sich in zwei Hauptbereiche:
Die Allgemeine Betriebswirtschaftslehre befasst sich mit planerischen, organisatorischen und rechentechnischen Entscheidungen in Betrieben, und ist dabei funktionsübergreifend und branchenübergreifend ausgerichtet. Die Allgemeine Betriebswirtschaftslehre soll Studenten den Überblick über die Wissenschaft der Betriebswirtschaftslehre vermitteln und dabei funktions- sowie branchenübergreifende Zusammenhänge darlegen. Ziel ist es, das fachübergreifende Denken und Entscheiden zu fördern.
In der Vergangenheit wurde die BWL nach Besonderheiten einzelner Betriebe aufgegliedert, so dass die "Institutionelle Spezielle Betriebswirtschaftslehre" einzelner ([wiki:Branche]) entstand. Beispiele hierfür sind:
Diese Unterteilung hat sich als unzweckmäßig erwiesen, da in den Branchen immer wieder dieselben funktionellen Probleme auftauchen und somit Dopplungen in Forschung und Lehre vorlagen. Deshalb hat sich in den letzten Jahrzehnten die funktionelle Aufteilung der "Speziellen Betriebswirtschaftslehre" durchgesetzt. Beispiele hierfür sind:
Die BWL bildet mit anderen Wissenschaften Schnittmengen. Diese Schnittmengen bilden wiederum eigenständige Lehr- und Forschungsbereiche wie die
Von diesen Bereichen ist die [wiki:Wirtschaftsinformatik] und [wiki:Wirtschaftspädagogik] zumeist den BWL-Fakultäten an deutschen Hochschulen zugeordnet. Das [wiki:Wirtschaftsingenieurwesen] ist uneinheitlich entweder den BWL- oder den jeweiligen technischen Fakultäten zugeordnet. Je größer die Auswahl an unterschiedlichen ingenieurwissenschaftlichen Vertiefungen ist, um so eher ist es den BWL-Fakultäten zugeordnet. [wiki:Wirtschaftsmathematik] und [wiki:Wirtschaftsgeographie] befinden sich i. d. R. in den Mathematik- und Geographiefakultäten (bzw. naturwissenschaftlichen Fakultäten).
Der [wiki:Betriebswirtschaftslehre (Studium)] endet mit dem Abschluss als [wiki:Diplomkaufmann] bzw. [wiki:Diplomkauffrau]. Der Fachhochschulstudiengang der BWL endet entweder mit dem Abschluss [wiki:Diplom-Betriebswirt] bzw. [wiki:Diplom-Betriebswirt] oder unter bestimmten Bedingungen mit dem [wiki:Diplomkaufmann (FH)] bzw. [wiki:Diplomkauffrau (FH)], wobei die Ergänzung FH zwingend mit anzugeben ist. Das "Studium" der Betriebswirtschaftslehre an einer staatlich anerkannten Berufsakademie endet mit dem Abschluß als (Diplom-)Betriebswirt (BA), wobei auch hier die Angabe BA zwingend erfolgen muß. Es ist kein akademischer Abschluß.
Studieren kann man die Betriebswirtschaftslehre an fast allen [wiki:Universität] und [wiki:Fachhochschule] in Deutschland. Meist handelt es sich um Studiengänge, die mit einem [wiki:Diplom] abschließen. Durch die Einführung konsekutiver Studiengänge entstehen vermehrt auch [wiki:Bachelor] und [wiki:Master], deren ABschlußbezeichnungen aber weit weniger einheitlich sind. In den nächsten Jahren ist daher mit einer unübersichtlichen Zahl verschiedener akademischer Titel im Bereich der BWL zu rechnen, die zudem, entgegen der gesetzlich festgelegten Amssprache Deutsch, meist auf Englisch gehalten sind.
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