Berufskolleg

Das Berufskolleg ist in Nordrhein-Westfalen die Bezeichnung für eine [wiki:Berufsbildende Schule]. Meist bieten diese vielfältige Schulformen und Ausbildungsgänge mit unterschiedlichsten Voraussetzungen und Abschlüssen im berufsbildenden Bereich. Ausgenommen sind hier die [wiki:Fachhochschule], [wiki:Akademie], [wiki:Hochschulen] und [wiki:Universität]

In anderen Bundesländern sind Berufskollegs lediglich besondere Schularten einer berufsbildenden Schule.

Berufsvorbereitende Klassen

Diese Schulform ist für Schüler, die ihre Vollzeitschulpflicht von 10 Jahren an einer allgemeinbildenden Schule erfüllt haben und eine Berufsausbildung in einem Betrieb anstreben und keine anderweitige Vollzeitschule besuchen. Da die Schulpflicht für alle Jugendlichen bis zum Ende des Schuljahres besteht, in dem sie ihr 18. Lebensjahr vollenden, besuchen sie in dieser Zeit eine dieser berufsvorbereitenden Klassen. Auch wenn Jugendliche einer Vollzeitarbeit ohne Berufsausbildung nachgehen, sind sie zum Besuch dieser Schule verpflichtet.Je nach Art des Kollegs werden die Klassen nach Berufsfeldern ausgerichtet. Der Unterricht findet an einem Tag der Woche statt.

Aktuell:Wegen des mangelnden Angebots an Ausbildungsplätzen steigen in diesem Bereich die Schülerzahlen an, so dass diese Klassen die Stärke einer eigenen Abteilung an den Kollegs annehmen. (Stand Mai 2000)

Berufsgrundschule

Diese Schulform ist für Schüler, die ihre Vollzeitschulpflicht von 10 Jahren an einer allgemeinbildenden Schule erfüllt haben oder das 10. Schuljahr zur Vorbereitung auf eine Berufsausbildung nutzen wollen. Die Klassen sind nach Berufsfeldern geordnet. Der Unterricht umfasst fachbezogene theoretische Grundlagen, allgemeinbildende Fächer sowie berufsfeldbezogene Praxis in Werkstätten, Küchen, Backstuben usw. innerhalb der Schule.

In Baden-Würrtemberg wird die Berufsgrundschule auch BVJ [Berufsvorbereitungsjahr] genannt.

Berufsschule

Diese Schulform ist für Schüler, die ihre Vollzeitschulpflicht von 10 Jahren erfüllt haben und einen Berufsausbildungsvertrag mit enem Unternehmen oder öffentlichen Einrichtung abgeschlossen haben. Die Klassen sind nach Berufen geordnet. Der Unterricht umfasst fachbezogene theoretische Grundlagen sowie allgemeinbildende Fächer.


Fachschulen

Aufnahmebedingungen

In die Fachschule wird aufgenommen, wer mindestens
1. den Abschluss der Ausbildung in einem für die Zielsetzung der jeweiligen Fachrichtung einschlägigen Ausbildungsberuf und
2. den Berufschulabschluss und
3. eine Berufstätigkeit im Ausbildungsberuf von mindestens einem Jahr, die auch während der Fachschulausbildung abgeleistet werden kann, nachweist und
4. die Fachoberschulereife besitzt.

Abweichend davon kann in die Fachschule aufgenommen werden, wer eine einschlägige Berufstätigkeit von mindestens 5 Jahren nachweist.

Dauer des Bildungsganges

Im Regelfall dauert der Bildungsgang 8 Semester (=Schulhalbjahre) in der Abend- bzw. Teilzeitform (diese Form wählen Absolventen oft, wenn sie ihre berufliche Tätigkeit während der Zeit der Technikerausbildung beibehalten wollen); für Bewerber/innen, die mindestens die Fachhochschulreife besitzen, kann sich die Dauer ggf. auf 6 Semester verkürzen. In Vollzeitform beträgt die Dauer der Ausbildung 4 Semester.

Abschlussprüfung

Der Bildungsgang schließt mit der Abschlussprüfung z. B. zum "Staatlich geprüfte(r) Techniker(in)/Betriebswirt(in)" ab. Die Prüfung besteht aus einem schriftlichen und einem mündlichen Teil.

Berufsfachschulen

Berufsfachschulen (2 jährig) ermöglichen Hauptschülern oder schlechten Realschülern die Mittlere Reife mit berufsbezogenen Bildungsinhalten zu absolvieren bzw. nachzuholen. Dem gegenüber stehen die einjährigen Berufsfachschulen mit diversen Kernfächern (z.B. Metalverarbeitung). Diese Schulform bietet kleinen mittelständischen Unternehmen die Möglichkeit ihr Auszubildenden das erste Ausbildungsjahr in der Berufsfachschule absolvieren zu lassen, dies spart dem Unternehmen etwaige Kosten die ein (zunächst unproduktiver) Lehrling im ersten Ausbildungsjahr verursachen würde. Desweiteren bietet diese Schulform Jugendlichen die noch keinen Ausbildungsplatz erhalten haben die Möglichkeit das erste Lehrjahr in der Schule zu machen, was die Chancen auf einen Ausbildungsplatz im zweiten Anlauf deutlich verbessert.

Fachoberschulen

Die Fachoberschule vermittelt Schülerinnen und Schülern die Fachhochschulreife bzw. die allgemeine Hochschulreife und vertiefte berufliche Kenntnisse. Zur Fachhochschulreife führen die Klassen 11 und 12. Die Klassen 12 werden sowohl als Vollzeitklassen als auch als Teilzeitklassen für Berufstätige angeboten. Voraussetzung für den Besuch der Klasse 12 ist die Fachoberschulreife und eine abgeschlossene Berufsausbildung oder die Fachoberschulreife und der erfolgreiche Besuch der Klasse 11. Ziel der Klasse 13 ist die allgemeine Hochschulreife (Abitur) bzw. die fachgebundene Hochschulreife bei fehlenden Kenntnissen in einer zweiten Fremdsprache. Die Klassen 12 und 13 werden mit einer Prüfung abgeschlossen.

Assistentenbildungsgang



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