Grundsätzlich gilt bei Aufhebungsverträgen [wiki:Vertragsfreiheit]: es gibt also keinerlei Fristen oder Termine, die eingehalten werden müssten; Abfindungszahlungen können, müssen aber nicht vereinbart werden.
Der Abschluss eines Aufhebungvertrages hat aber regelmäßig für den Arbeitnehmer nachteilige sozialrechtliche Folgen: Hat der Arbeitnehmer keinen wichtigen Grund für die Beendigung des Arbeitsverhältnisses (z.B. schwere Krankheit) wird eine Sperrzeit von 12 Wochen für den Bezug von Arbeitslosengeld verhängt und die Bezugsdauer gleichzeitig um 25% gekürzt. Wird eine [wiki:Abfindung] gezahlt und zusätzlich die Kündigungsfrist nicht eingehalten, kommt es zusätzlich zur Sperrzeit von 12 Wochen zu (möglicherweise) erheblich längeren Ruhenszeiten beim Arbeitslosengeldbezug, abhängig von der Länge der Kündigungsfrist und der Höhe der gezahlten Abfindung (längstens bis zum Ablauf der arbeitgeberseitigen Kündigungsfrist). Unschädlich war bislang in der Regel ein nach Ausspruch einer arbeitgeberseitigen Kündigung abgeschlossener Abwicklungsvertrag, wenn dort die Kündigungsfrist, die der Arbeitgeber einzuhalten hatte, nicht abgekürzt wird; seit einer Entscheidung des Bundessozialgerichtes vom 18.12.03 wird aber auch bei Abschluss eines Abwicklungsvertrages eine Sperrfrist zu verhängen sein.
Bei Einhaltung der Kündigungsfrist kann (ohne Anrechnung auf [wiki:Arbeitslosengeld]) eine Abfindungszahlung vereinbart werden.
In der Regel sind es besondere Bedingungen oder unerwartete Ereignisse, die zum Abschluss von Auflösungsverträgen führen. Meist hat der Arbeitnehmer eine neue Stelle gefunden, die er möglichst schnell antreten will. Hat der Arbeitgeber einen adäquaten Ersatzmann, wird er meist dem Auflösungsvertrag zustimmen. Hat er keinen Ersatz, kann er auf Einhaltung der ordentlichen [wiki:Kündigungsfrist] bestehen.
