Heute bezieht sich der Begriff mehr auf die Menschen, die einen gewissen Teil ihres Lebens bei einem Unternehmen oder einer Hochschule verbracht und dort weitere Stufen der eigenen Weiterbildung erreicht haben. Auszubildende, Studierende, aktive und ehemalige Mitarbeiter gehören zur Zielgruppe für Alumni-Netzwerke (Definition aus Lexikon nach Gert Hoepner).
Das Lebensphasenmodell bestand früher meist aus den Stufen "Schule, Ausbildung, Job, Karriere im Unternehmen. Dies hat sich jedoch inzwischen verändert. Die immer wiederkehrende Rückkehr in Fortbildungsphasen bedeutet gleichsam das Erreichen von ständig neuen Entwicklungsstufen. Die Fortbildungsphasen können firmenintern wie auch -extern erfolgen. Dadurch werden Alumni mit jeder Phase wertvoller für ein Unternehmen oder eine Hochschule.
Die Möglichkeiten, ein funktionierendes und attraktives Alumni-Netzwerk aufzubauen, sind vielfältig. Als erstes muss über die Organisationsform nachgedacht werden. So kann ein eigener Verein oder eine Abteilung die Aufgaben übernehmen. Die meisten Diskussionen kommen bei der Frage der Zuordnung zu einem Bereich auf. Da eine Hochschule die Ausbildungsaufgabe übernimmt, sollte sie auch die Bindungsaufgabe übernehmen. Eine Angliederung an die höchste organisatorische Ebene bietet sich an.
